Seit Januar nicht mehr nutzbar: Schutzhütte im Kottenforst nach Sturmschaden wieder hergerichtet

Seit Januar nicht mehr nutzbar : Schutzhütte im Kottenforst nach Sturmschaden wieder hergerichtet

Georg Melchior und Hans Fox vom Alfterer Heimatverein richten das Häuschen am Neuen Weg wieder her, das seit Januar nach einem kräftigen Sturm nicht mehr nutzbar war.

Der Neue Weg im Kottenforst verbindet den Alfterer Lohheckenweg mit der Schutzhütte „Waldkrankenhaus“ an der Breiten Allee. Auf dem Neuen Weg sind besonders bei schönem Wetter viele Wanderer, Radfahrer und Reiter unterwegs. Gerade ältere Spaziergänger sind froh, wenn sie unterwegs mal eine Pause einlegen können. Wie beispielsweise in der Schutzhütte „Am Kuckuck“, gelegen an einer Wegegabelung direkt an einer großen Lichtung.

Diese Holzhütte war seit Januar nicht mehr nutzbar. Denn ein kräftiger Wintersturm hatte eine etwa 18 Meter lange Fichte umgeknickt und sie auf das Dach der Hütte geworfen. Zwei starke Äste durchbohrten sogar das Dach. Ein Querbalken zerbrach nach dem plötzlichen Aufprall.

Danach passierte nicht mehr viel. Der umgestürzte Baum blieb ein halbes Jahr auf der Hütte liegen. Bis vor drei Wochen Georg Melchior mit seinem Holder des Wegs kam. Der Vorsitzende des Heimatvereins Alfter wollte mit Sohn und Enkel zum Eisernen Mann bei Dünstekoven, um dort Gras zu mähen. „Das kann doch nicht wahr sein“, habe er sich gesagt und sich gewundert, dass sich offenbar niemand zuständig fühlte, den Baum beiseite zu schaffen und damit die Hütte wieder nutzbar zu machen.

25 Arbeitsstunden investiert

Dazu sagt Förster Arne Wollgarten, der Baum gehöre zu einem privaten Waldbesitz, der Besitzer habe sich nicht darum gekümmert. Und eine Gefahr für Wanderer habe nicht bestanden. Zusammen mit Hans Fox vom Vorstand des Heimatvereins machte er sich einige Tage später ans Werk. Die Männer schnitten die Fichte in handliche Teile und kauften dann im Baumarkt Balken und Bretter. Kostenpunkt: 90 Euro.

Zuerst musste das Dach mit einem Öldruckwagenheber angehoben werden. Dann wurden die Balken ausgemessen, zugeschnitten und eingepasst. „Das hält jetzt wieder 50 Jahre“, meinten Melchior und Fox bei der Wiedereröffnung der Hütte, die um das Jahr 1970 herum aufgestellt worden war. Beide hatten etwa 25 Arbeitsstunden aufgebracht, um die Hütte wieder herzurichten.

Insgesamt pflegt der Heimatverein 66 Bänke rings um Alfter und den Jakob-Wahlen-Park mit zwei Schutzhütten.

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