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Freie Christliche Gesamtschule Alfter-Oedekoven: Schüler ziehen in das "Legodorf"

Freie Christliche Gesamtschule Alfter-Oedekoven : Schüler ziehen in das "Legodorf"

Die Freie Christliche Gesamtschule startet in neuen Containern. Eltern packten bei Arbeiten mit an. Die Kosten von rund 30 Millionen Euro übernimmt ein Bonner Investor

"Schieben!", schallt es über den Schöntalweg. Andreas Wiegel, Vorsitzender des Trägervereins Freie Christliche Schulen Bonn/Rhein-Sieg, transportiert gerade mit Hilfe von zwei Hubwagen und einigen Vätern und Schülern einen schweren Blumenkübel an seinen neuen Platz.

Teamwork für Aufräum- und Renovierungsarbeiten war am Dienstag und in den vergangenen Tagen rund um die Freie Christliche Grund- und Gesamtschule in Oedekoven angesagt: In den Ferien wurden im Gebäude zahlreiche Brandschutzmaßnahmen umgesetzt und nebenan ist eine neue Unterkunft aus zehn Containern für die Gesamtschule entstanden.

"Das Legodorf" nennt Wiegel die neuen, 750 Quadratmeter großen Räumlichkeiten, in die heute mit den sieben Gesamtschulklassen der Stufen 5 bis 8 Leben einziehen soll. Noch sind die Wände kahl und weiß. "Doch das soll sich im Laufe der Zeit ändern", sagt Gesamtschulleiterin Heidemarie Schnurr.

"Schön hell" findet sie die sieben Klassenräume, die jeweils 60 Quadratmeter groß sind und acht Fenster mit Jalousien haben. Auch einen Computer- und einen Mehrzweckraum, ein Lehrerzimmer, Toiletten sowie je ein Büro für Schulleitung und Sekretariat bieten die Container auf zwei Etagen.

Übergangslösung bis 2018

510 000 Euro hat der Förderverein der Schule laut Wiegel dafür investiert, weil der Platz für die jetzt 173 Grund- und 153 Gesamtschüler im Gebäude nicht mehr ausreicht. Die Container sollen eine Übergangslösung voraussichtlich bis 2018 schaffen. Dann soll der geplante Neubau der Gesamtschule am Klostergarten stehen. Die Kosten dafür von rund 30 Millionen Euro übernimmt, wie berichtet, ein Bonner Investor.

Doch auch im Gebäude der Grundschule hat sich viel getan: Wände wurden ersetzt, Decken erneuert, eine Brandschutzmeldeanlage eingebaut, schildert Wiegel. Die Bauaufsicht des Kreises hatte umfangreiche Maßnahmen für den Brandschutz und die Unfallverhütung verlangt. Rund 330 000 Euro habe das den Verein gekostet, sagt Wiegel. Dafür seien Kredite aufgenommen worden.

Wo es ging, packten Eltern, Schüler und Lehrer gemeinsam an: "Wände schleifen, tapezieren, Teppich verlegen und putzen", zählt Grundschulleiterin Anke Cuhls auf. Und die Blumenkübel?

"Die durften nicht mehr auf dem Balkon stehen bleiben, weil sie zu schwer seien", erklärt Wiegel. Nun soll an einer der Gebäudeseiten der Grundschule ein Biotop daraus werden: "Mit Pflanzen, Steinen und Wasserlauf", sagt Wiegel, "so haben die Schüler etwas davon."