Kommentar : Schilda lässt grüßen

Das Projekt Voreifelbahn bietet immer etwas Neues. Über was wurde nicht schon alles in diesem Zusammenhang berichtet: zum Beispiel über neue Züge mit Türen, die sich zu langsam öffnen, oder über wochenlangen, nervenaufreibenden Schienenersatzverkehr.

Diesmal geht es also um neue Bushaltestellen in Impekoven. Auf den ersten Blick erscheint es in der Tat wie ein Schildbürgerstreich, dass der Bus - nimmt man auch noch die Haltestellen "Kramersbruch" und "Am Wormshof" hinzu - nun alle paar hundert Meter hält und zudem eine Station mit Wartehäuschen aufgegeben wird, die den Verkehr aufgrund der Busbucht bisher fließen lässt.

Allerdings lohnt sich auch hier wie so oft der zweite Blick. Für die Nutzer des Nachtbusses ist es in der Tat eine gute Sache, dass es eine Haltestelle in der Nähe der Wohnhäuser gibt, für Zugreisende ist es ebenso praktisch, eine Bushaltestelle quasi vor der Zugtür zu haben. Wenn nun aber beides gewollt ist, kommt man um zwei Haltestellen in Sichtweite zueinander nicht umher.

Oder doch? Vielleicht hätten die Verantwortlichen es auch einfach so lassen können, wie es war. Zwar müssten Nachtschwärmer und Zugreisende dann jeweils ein wenig weiter laufen. Gespart hätte man sich aber Material für die neuen Haltestellen, Baukosten und diese Diskussion. Gut ist, dass die Gemeinde ankündigt, die Auslastung der Bushaltestellen zu prüfen. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein - und auch auf mögliche Konsequenzen, die sich aus der Prüfung ergeben.