Patronatsfest in Alfter-Witterschlick: "Witterschlicker Messe"

Kirche Sankt Lambertus : Patronatsfest in Alfter mit "Witterschlicker Messe" gefeiert

In der Kirche Sankt Lambertus in Alfter-Witterschlick wurde am Sonntag das Patronatsfest gefeiert. Chorleiter Jan Groth widmet "seinem" Kirchenchor ein von ihm komponiertes Werk.

Ungewohnte Klänge erschallten während der Messe in Sankt Lambertus, mit der die Gläubigen ihr Patronatsfest - der Namenstag des Heiligen am 18. September wird stets am darauffolgenden Sonntag gefeiert - in der Pfarrkirche an der Hauptstraße begingen. Zum Ehrentag des Pfarr-Namensgebers hatte Jan Groth als Chorleiter des Sankt Cäcilia Kirchenchores ein rockiges Werk für Chor und Band komponiert, die Uraufführung der "Witterschlicker Messe" quittierten die Gläubigen mit langanhaltendem Applaus.

Ergebnis der Proben konnte sich hören lassen

Seit Ostern haben die Mitglieder des Kirchenchors, Projektsänger des Witterschlicker Männergesangvereins Rheingold, des Kirchenchores Oedekoven und des Bonner Chores d'acchor immer wieder Takte und Sequenzen von Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei geübt - das Ergebnis der Proben konnte sich in Perfektion hören lassen. Groth, seit 15 Jahren Leiter des Witterschlicker Kirchenchors und dessen Vorsitzender, fand "es sehr reizvoll, mal eine Rock-Messe für Chor und Band zu schreiben". Musikalisch zur Seite standen den Sängern die beiden E-Gitarristen Bernhard Weißkirch und René Weyer, Bass-Spieler Raphael Neumann, Schlagzeugerin Gabi Neumann und Organist Guido Zender.

In drei Wochen Werk geschrieben

Die kompositorischen Ideen kamen dem 47-jährigen Chorleiter zwischen Weihnachten und Silvester vergangenen Jahres, in drei Wochen hatte er das Werk geschrieben. "Erst hatte ich die Melodie überlegt, dann entwickelte sich bei mir eine Vorstellung vom Gesamtwerk. Es folgten die instrumentalen Begleitstimmen, dann begannen die Proben mit den Sängern. Aber auch da habe ich hin und wieder noch vereinzelt Änderungen vorgenommen", so Groth. Während die Sänger bei den schnellen Rhythmen und Beats ihren Spaß hatten, waren "für die Projektsänger zunächst die lateinischen Texte schwierig. Das legte sich nach den ersten Proben jedoch", erläuterte Matthias Curtius, zweiter Vorsitzender des Chores. Gemeinsam mit den Sängern überreichte er Groth nach der Messe als Dankeschön einen Obstkorb, damit "Sie uns durch die Vitamine lange erhalten bleiben", so Curtius schmunzelnd.

Für Jan Groth wird die "Witterschlicker Messe" nicht die letzte Komposition für "seine Sänger" sein. Ab April 2020 wird die Pfarrkirche wegen Renovierungsarbeiten für einige Monate geschlossen bleiben. Mit der geplanten Wiedereröffnung an Heiligabend "könnte eine weitere Eigenkomposition zu hören sein", hofft Curtius.

Er und seine Sangesbrüder und-schwestern freuten sich über das große Lob vom leitenden Pfarrer des Seelsorgebereichs Bornheim-Vorgebirge, Matthias Genster, der sich zu Beginn des Gottesdienstes noch einmal als Pfarrverweser der Pfarreigengemeinschaft vorstellte. Ebenso wie der neue Seelsorger, Pfarrvikar Stefan Lischka, der noch einmal betonte, dass er sich auf seine Aufgabe in Alfter freue.

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