Kommentar: Nicht viel Zeit für neue Turnhalle in Alfter-Ort

Kommentar : Nicht viel Zeit für neue Turnhalle in Alfter-Ort

Um mögliche Fördergelder des Bundes für den geplanten Neubau der Turnhalle in Alfter abschöpfen zu können, muss die Gemeinde noch einen Ratsbeschluss nachreichen. In der Konsequenz treffen sich die Kommunalpolitiker zu einer kurzfristigen Sondersitzung.

Es ist gut, dass sich die Gemeinde um Fördergelder für den Neubau einer Mehrzweckhalle in Alfter-Ort bemüht. Vollständig aus eigener Tasche kann die finanziell klamme Kommune das keinesfalls bezahlen – so wie auch andere Maßnahmen zur Umgestaltung des Herrenwingert. Nicht umsonst hat Bürgermeister Rolf Schumacher in der Vergangenheit mehrfach die Suche nach Fördermitteln betont. Das für den Alfterer Ortskern vorgesehene Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) soll bekanntlich eine Grundlage dafür sein.

Dass das neue Bundesprogramm nun vorliegt, ist ein Glücksfall. Allerdings ist es noch längst nicht ausgemacht, dass überhaupt Geld in Alfter ankommt. Schließlich sieht das Förderprogramm Neubauten nur in Ausnahmefällen vor. Die Gemeindeverwaltung wird daher sehr gut begründen müssen, dass am Herrenwingert eine solche Ausnahme vorliegt.

Nicht zuletzt fehlt aber noch das Okay der Alfterer Politik. Und die Mitglieder des Rats können sich durchaus unter Druck gesetzt fühlen. Schließlich haben sie kaum Zeit, sich mit dem nicht gerade kleinen Projekt zu befassen und eine Entscheidung zu treffen. Sicher: Der Projektaufruf wurde Anfang August veröffentlicht, also mitten in den NRW-Sommerferien. Diese sind allerdings seit gut zwei Wochen vorbei. Und so muss sich die Gemeinde schon die Frage stellen lassen, ob es nicht einen Sitzungstermin mit mehr zeitlichem Abstand zur Einreichungsfrist gegeben hätte. So ist das Vorgehen der Verwaltung mindestens unglücklich.