Nahverkehr in der Region: Mehr Park-and-ride-Plätze in Impekoven

Nahverkehr in der Region : Mehr Park-and-ride-Plätze in Impekoven

Weil es wegen der großen Nachfrage von Berufspendlern langsam eng auf dem Stellplatz der S-Bahnlinie 23 wird, treiben die Alfterer Kommunalpolitiker eine Erweiterung und somit eine Änderung des Flächennutzungsplans voran.

Um Auto und Fahrrad noch besser mit der Voreifelbahn (S 23) zu verknüpfen, soll das Park-and-ride-Angebot an der Haltestelle im Alfterer Ortsteil Impekoven ausgebaut werden. Dafür hat die Kommunalpolitik in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung einen weiteren Schritt im Verfahren beschlossen. Nachdem die Pläne für die notwendige Änderung im Flächennutzungsplan der Gemeinde im Sommer 2018 vier Wochen öffentlich ausgelegen hatten, beschäftigten sich die Kommunalpolitiker nun mit den Stellungnahmen aus der Bevölkerung sowie der sogenannten Träger öffentlicher Belange. Dabei handelt es sich um ein übliches Vorgehen in baurechtlichen Verfahren.

Aktuell gibt es am S 23-Haltepunkt in Impekoven 35 Parkplätze für Autos sowie 50 überdachte Fahrradabstellplätze, zehn abschließbare Fahrradboxen, zehn Schließfächer mit Münzpfandschlössern sowie ein Abstellsystem für Tretroller, Mikroscooter oder Kickborde und eine mechanische Fahrradpumpe. Wie es in der schriftlichen Begründung der Gemeindeverwaltung für die Änderung des Flächennutzungsplans heißt, sei „die hohe Auslastung des bestehenden Stellplatzes sowie die allgemein hohe Nutzung der S-Bahnlinie 23 insbesondere durch Berufspendler“ der Anlass für die weiteren Stellplätze.

Bezirksregierung weist auf Schutz der Zauneidechse hin

Dadurch werde insgesamt eine Verringerung des motorisierten Individualverkehrs angestrebt. Konkret erschlossen werden soll eine Fläche westlich der Haltestelle zwischen dem Bahnsteig und dem Ahrweg. Besagtes Areal wird im Flächennutzungsplan der Gemeinde aktuell als landwirtschaftliche Fläche geführt. Mit der Änderung soll daraus eine „Bahnanlage mit Zweckbestimmung Park-and-ride“ werden.

Während aus der Bevölkerung keine Stellungnahmen dazu eingegangen sind, haben sich verschiedene Träger öffentlicher Belange zu Wort gemeldet – unter anderem die Abteilung Naturschutz der Bezirksregierung Köln sowie der Landesverband des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Beide weisen auf den Schutz der Zauneidechse hin. Laut Stellungnahme der Gemeinde sollen im Zuge der Bauarbeiten Ausgleichsmaßnahmen für den Lebensraum der Tiere entstehen.

Der Ausschuss beschloss nun einstimmig, dass der Gemeinderat den Flächennutzungsplan ändern soll. Wann mit dem Bau der neuen Stellplätze begonnen wird, ist noch offen.

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