Ortsentwicklung in Alfter: Lauter Ideen für den Jungfernpfad

Ortsentwicklung in Alfter : Lauter Ideen für den Jungfernpfad

Obstwiesen, Erlebniswelt für Groß und Klein oder ein Wegenetz aus kleinen Pättchen: Beim Infoabend im Oedekovener Rathaus am Mittwoch, 12. Juli, sind die Bürger am Zug.

Was wird aus dem Gelände am Jungfernpfad? Das Areal im Zentrum von Oedekoven zwischen der ehemaligen Hauptschule, der Pfarrkirche Sankt Mariä Himmelfahrt und der Gemeinschaftsgrundschule liegt zurzeit brach.

Seine Gestaltung war Thema von drei überparteilichen Bürgerwerkstätten, die Detlef Nath von der CDU Oedekoven ins Leben gerufen hatte. Zu den Ideen der Bürger haben Architektur-Studenten der Technischen Hochschule (TH) Köln unter Leitung des Lehrbeauftragten Jürgen Wulfkühler nun vier Planentwürfe entwickelt, die den Oedekovenern am Mittwoch, 12. Juli, um 18 Uhr im Rathaus in Oedekoven, Ratssaal, präsentiert werden.

In den vier Ecken des Ratssaals sollen die Entwürfe ausgestellt werden. Die Studierenden erläutern diese und diskutieren sie mit den Bürgern. Diese können dann die ihrer Meinung nach beste Alternative mit einem Klebepunkt kennzeichnen. Außerdem können sie auch noch markieren, welche Elemente aus den Plänen ihnen besonders wichtig sind – etwa ein Wegenetz aus kleinen Pättchen, Obstwiesen oder eine „Erlebniswelt“ für Groß und Klein. Bei den Bürgerwerkstätten hatte sich herauskristallisiert, dass für die meisten Oedekovener der Erhalt der „grünen Lunge“ wichtigstes Kriterium ist.

Zwischenentwürfe wurden Anfang Juni angesehen

Die Organisatoren hoffen auf möglichst viele Besucher. „Der Leitgedanke ist: Die, die betroffen sind, wollen wir ansprechen“, sagt Detlef Nath. „Je mehr Leute sich beteiligen, desto höher ist die Chance, dass die Ideen später berücksichtigt werden“, meint Hermann Huckert (Bündnis 90/Die Grünen). „Unsere Kernbotschaft ist: Macht möglichst mit, in großer Zahl, das ist die beste Gewähr, dass das in die Realisierung kommt.“

Bereits im September sollen die Ausarbeitungen an die Politik übergeben werden. „Wie das genau aussieht, wissen wir noch nicht“, so Nath. Die Gemeinde war nicht an dem Projekt beteiligt, Bürgermeister Rolf Schumacher hatte aber signalisiert, jederzeit ansprechbar zu sein.

Bei den ersten drei Bürgerwerkstätten hatten die Anwesenden zunächst Ideen gesammelt, sie beim nächsten Treffen gruppiert und bewertet und schließlich die Vorentwürfe der Studierenden diskutiert (der General-Anzeiger berichtete). Anfang Juni hatten sieben Alfterer die Zwischenentwürfe an der TH in Köln in Augenschein genommen.