Vorgebirgsschule: Kunst in der Förderschule in Alfter

Vorgebirgsschule : Kunst in der Förderschule in Alfter

Schüler der Chamäleon-Klasse in der Vorgebirgsschule Alfter stellen ihre Bilder zum Projekt „Kultur und Schule“ aus. Auch im kommenden Jahr dürfen sie wieder am Landesprojekt teilnehmen.

Kreise, Striche, Sonnen aller Art, hier und da kleine und größere Schnecken: An den Wänden im Foyer der Alfterer Vorgebirgsschule stellen die Chamäleons ihre eigenen Werke aus. Die Schüler der Chamäleon-Klasse haben fast ein Jahr lang im Rahmen des NRW-Projekts „Kultur und Schule“ einmal in der Woche unter der Federführung der beiden Bildhauerinnen Britta Mielke und Elisabeth Reidsegger – beide haben ihr Studium 2014 beziehungsweise 2013 an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft abgeschlossen – unter dem Motto „Auf eigener Spur“ ihre eigenen Bewegungen künstlerisch zu Papier gebracht.

Rund 6000 Euro kostete das einjährige Projekt, das das Land Nordrhein-Westfalen mit 4800 Euro bezuschusste. Die restlichen Mittel teilten sich der Rhein-Sieg-Kreis als Schulträger und der Förderverein der Förderschule für geistige Entwicklung.

Den etwas anderen Unterricht fanden denn auch Ana-Maria, Aya, Marwa, Robin, Furkan, Souhaib, Ilai, Moritz und Waldemar ausgesprochen spannend. So wurden zum Beispiel in einem mit Wasser gefüllten Bottich Drehbewegungen mit der Hand geübt, um diese dann mit Buntstiften auf Papier festzuhalten.

Um die 100 Bilder haben die Sechs- bis Zehnjährigen in den vergangenen Monaten gefertigt, 40 Werke mit elf unterschiedlichen Themen wurden bei der Vernissage zum ersten Mal den Schulkameraden vorgestellt. Zahlreiche Sonnen, Spinnennetze, Schnecken, Jahresringe und Wasserwirbel stießen bei den Betrachtern auf großes Erstaunen.

„Ich habe die Arbeit mit den Kindern als sehr offen wahrgenommen. Wir haben versucht, den Schülern das spielerische Drehen der Bewegung beizubringen“, erklärte Mielke. Robin hat besonders das Malen der Schnecken gefallen. „Auch die Arbeit mit Tonerde fand ich gut“, schmunzelte der Siebenjährige. Seine Lehrerin Annika Schneider beteiligte sich nach 2017 und 2018 – da wurde in der Mittel-/Oberstufe und der Unter-/Mittelstufe mit einem Eurythmiekünstler der Bereich Tanzen vermittelt – zum dritten Mal mit einer Klasse an „Kultur und Schule“. „Ich finde solche Projekte spannend.

Schule hat Zuschlag in Förderprojekt bekommen

Durch professionelle Künstler bekommt man als Lehrer einen anderen Input zur künstlerischen Arbeit. Auch für die Schüler ist die Vermittlung von Kunst durch einen Profi etwas anderes“, machte Schneider deutlich.

48 Schulen aller Schulformen haben sich mit einem Projekt bei „Kultur und Schule“ für das Schuljahr 2018/19 beworben. 44 erhielten den Zuschlag. Wie Sabine Helmsen als Projektverantwortliche des Rhein-Sieg-Kreises mitteilte, wird die Alfterer Förderschule auch im kommenden Jahr wieder dabei sein. Dann werden die Zehn- bis Zwölfjährigen der „Eselklasse“ unter dem Thema „Formen formen“ mit Holz und Ton arbeiten. „Uns gefällt an der Schule, dass sie so offen ist“, freute sich denn auch Mielke, die sich gemeinsam mit ihrer Kollegin und der Förderschule für das Doppelprojekt – zwei Künstler sind beim selben Projekt involviert – beim Land beworben hat.

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