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Kommentar zu den Radpendlerrouten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis

Kommentar zu den Radpendlerrouten : Die Radpendlerrouten sind nur ein Anfang

Die jetzt eröffneten Radpendlerrouten sind ein wichtiger Schritt für die Fahrradfreundlichkeit in der Region, aber nur der Anfang. Ein Kommentar.

Radfahren in der Region kann viel Spaß machen – wenn man in seiner Freizeit durch Wald und Feld oder am Rhein entlang fährt. Man tritt gemütlich in die Pedale und genießt die Landschaft. Menschen, die mit dem Rad zwischen ihrem Wohnort und der Arbeitsstätte pendeln, brauchen aber keinen schönen Ausblick. Sie brauchen gerade und gut ausgebaute Strecken mit möglichst wenigen Kreuzungen und Ampeln. Schließlich soll es schnell und unkompliziert auf zwei Rädern von A nach B gehen.

In dieser Hinsicht sind die nun eröffneten Radpendlerrouten zwischen Rheinbach und Bonn über Alfter und Swisttal beziehungsweise Meckenheim ein guter erster Schritt – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Schließlich muss auf den Radpendlerrouten noch viel zu oft abgebremst und an Ampeln gehalten werden. Dazu kommt: Es wurde für die beiden Verbindungen kein Kilometer Radweg neu beziehungsweise großzügig ausgebaut.

Projekt mit Vorbildcharakter

Das ist aber notwendig, wenn das Fahrrad für viele Menschen in der Region eine echte Alternative zum Auto werden soll. Dazu lohnt ein Blick nach Belgien, auf die Niederlande oder Skandinavien. Dort gibt es bereits viele gut ausgebaute Radschnellwege; richtige Radautobahnen.

In dieser Hinsicht darf man gespannt sein, was aus dem geplanten Radschnellweg zwischen Bornheim, Alfter und Bonn wird. Schließlich soll die knapp zehn Kilometer lange Strecke entlang der Stadtbahnlinie 18 mit viel Geld erweitert und verbessert werden. Das Projekt hat das Potenzial, ein Vorbild für weitere Schnellstrecken in der Region zu werden, links- und rechtsrheinisch. Damit das Auto noch öfter stehen bleiben kann.