Katholische Pfarreiengemeinschaft: Kirche in Alfter will sich zukunftsfähig machen

Katholische Pfarreiengemeinschaft : Kirche in Alfter will sich zukunftsfähig machen

Die Pfarreigemeinschaft Alfter sucht Visionen, Ideen und Aktive, um die Kirche vor Ort zukunftsfähig zu machen. Im Mai veranstalten die Ortsgemeinden aus diesem Grund "Zukunftstreffen".

„Die Kirche vor Ort zukunftsfähig machen“: So lautet ein neues Credo der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Alfter. Die Idee dazu hatte der 2017 neu gewählte Pfarrgemeinderat, der „Menschen, die nicht in einem kirchlichen Gremium aktiv sind, mehr ins Gemeindeleben integrieren möchte“, so Diakon Martin Sander. Auf den „Zukunftstreffen“ in den Ortsgemeinden im Mai sollen gemeinsam Ideen und Vorschläge zur Verbesserung kirchlicher Aktivitäten vor Ort gesammelt werden, um so auch das Leben in der Pfarreiengemeinschaft zu stärken.

„Alfter hat keinen typischen Ortsmittelpunkt. Diese kommunale Struktur hat uns bewogen, zunächst die Gemeinden vor Ort zu stärken in der Hoffnung, dass das auf die Pfarreiengemeinschaft ausstrahlt“, erklärt Sander. Von Montag, 6. Mai, bis Dienstag, 21. Mai, werden bei den Veranstaltungen vor Ort in kleinen Arbeitsgruppen Visionen und Ideen gesammelt und diskutiert. Die besten Vorschläge werden im Plenum vorgestellt, vom Pfarrgemeinderat in den folgenden Wochen ausgewertet, um am Donnerstag, 4. Juli, 19.30 Uhr, im Alfterer Pfarrheim am Herters᠆platz präsentiert zu werden.

„Unser Traum ist es, dass sich Menschen zu einem Thema treffen und ihre Vorstellungen, bei Bedarf auch mit Unterstützung der hauptamtlichen Mitarbeiter, realisieren“, so Sander. Thematische Vorgaben gibt es keine. Mitmachen kann jeder, der möchte, denn „eine Begegnung mit Gott findet nicht in der Kirche statt. Gott begegnet uns in jedem Menschen. Daher spielt auch Religion keine Rolle“, macht der hauptamtliche Diakon deutlich.

Eine Idee hat schon im Vorfeld Gestalt angenommen: Laut Engagement-Förderin Elke Friedrich wird zurzeit eine monatliche Frauenrunde geplant, die sich im „Treffpunkt“ in Witterschlick, Hauptstraße 239, zum gemütlichen Austausch treffen soll. Ein Datum steht bislang noch nicht fest.

2016 und 2017 gingen schon einmal drei Zukunftswerkstätten unter der Federführung des Erzbistums Köln im Oedekovener Pfarrzentrum über die Bühne. Seiner Zeit stand der pastorale Zukunftsweg im Fokus der Diskussionen. „Die Zukunftstreffen sollen einen anderen Ansatz haben und sind Veranstaltungen von uns für uns“, stellte Sander klar. Friedrich betonte in dem Zusammenhang, dass die geplanten Treffen mit Kirchenpolitik nichts zu tun hätten, denn „wir entscheiden nicht über die Abschaffung des Zölibats in der Pfarreiengemeinschaft“.

In Alfter und den sechs Ortskirchen ist zur Zeit einiges im Umbruch. Durch die Erkrankung von Pfarrer Georg Theisen und dem Weggang des leitenden Pfarrers Rainald M. Ollig Ende August „wissen wir noch nicht, wie es konkret weitergehen wird“, so Sander. Wie berichtet, geht Ollig in den Ruhestand, seine Stelle soll neu ausgeschrieben werden. Sander hofft, dass möglichst viele Bürger nicht nur an der Zukunft ihrer Ortskirchen interessiert sind, sondern auch aktiv an den Veränderungen mitwirken wollen.