1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Alfter

Umgestaltung des Herrenwingerts: Jetzt ist die Meinung der Bürger gefragt

Umgestaltung des Herrenwingerts : Jetzt ist die Meinung der Bürger gefragt

Wie kann man mehr aus der Alfterer Festwiese machen, und was bringt die Verlegung der Busspur? Wie könnten der Parkplatz am Herrenwingert und die Einkaufsmöglichkeiten durch weitere Geschäfte attraktiver werden? Zu diesen Fragen sollen nun die Bürger Stellung nehmen.

Die Gemeinde Alfter lädt zu einem öffentlichen Austausch über Ideen zur Umgestaltung des Herrenwingerts in Alfter am Donnerstag in das katholische Pfarrheim am Hertersplatz ein. Bei dem Bürgergespräch sollen ergebnisoffen bereits erarbeitete Vorschläge präsentiert und diskutiert werden. Konkret geht es zum einen um die Ergebnisse einer Bürgerbefragung, die im vergangenen Jahr die Diplom-Ingenieurin Sonia Teimann aus Alfter im Auftrag des Ortsverbandes Alfter von Bündnis 90/Die Grünen durchgeführt hatte.

Nach Auswertung der 245 Fragebögen zur Aufenthaltsqualität und zu Verbesserungswünschen setzten die Befragten drei Prioritäten: ein höherer Branchenmix aus Geschäften, Cafés und Dienstleistungen, mehr begrünte Fußgängerbereiche und eine Platzgestaltung mit Bürgerbeteiligung. Die Forderung nach weniger und mehr Parkraum hielt sich die Waage. Am sinnvollsten wurde eine andere Verteilung der Stellflächen angesehen. Die Aufwertung von Zugangs- und Einfahrtsbereichen, die Schaffung ästhetischer Verweilbereiche, die Anpassung der Wegführung und eine intelligente Verteilung des Parkraums stehen daher auf der Vorschlagsliste der Grünen.

In einjähriger Arbeit hat zum anderen die Arbeitsgruppe Dorfplatzgestaltung des Ortsausschusses Alfter mit Vertretern aus Vereinen und mit Gewerbetreibenden Umgestaltungsideen diskutiert und in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst. Damit war der Ortsausschuss als repräsentative Vertretung der Bürgerschaft Ende 2013 vom Gemeinderat beauftragt worden. Die Vorschläge, die Ende vergangenen Jahres vorgestellt wurden, betreffen unter anderem eine Erneuerung und Umgestaltung der Festwiese, die Schaffung von zusätzlichem Parkraum vor allem für Dauerparker und eine Lösung für die Busspur.

Die aktuelle Führung der Busse um den Parkplatz findet der Ortsausschuss problematisch: Die Busspur verschlingt nicht nur viel Platz, beim Zusammentreffen mit Lieferwagen und dem Parkplatzsuchverkehr entstehen nach Angaben der Arbeitsgruppe Dorfplatzgestaltung auch gefährliche Situationen, insbesondere für Fußgänger. Vorgeschlagen wird deshalb, den Busverkehr aus dem Parkplatz herauszuhalten und stattdessen die Wendeschleife auf der Festwiese anzulegen, und zwar so, dass deren Nutzung als Festwiese nicht eingeschränkt wird.

Eine weitere Variante für Festwiese und Parkplatz hatte Bürgermeister Rolf Schumacher als "Ideenskizze" im April im Gemeinderat vorgestellt. Danach könnten die Parkplätze in einer Tiefgarage verschwinden und der frei werdende Raum und die Festwiese für Wohnen, Feiern und Spielen genutzt werden. Die unverbindlichen Planüberlegungen, die auch den Bau von zwei neuen viergeschossigen Wohn- und Geschäftsgebäuden vorsehen, hatte der Bonner Architekt Wilfried Pilhatsch skizziert und der Gemeinde zur Durchführung einen Investorenwettbewerb vorgeschlagen.