Witterschlicker„Heimatkultur“: Haus Kessenich als ein Vorzeigebeispiel

Witterschlicker„Heimatkultur“ : Haus Kessenich als ein Vorzeigebeispiel

Seit zehn Jahren macht sich der ehrenamtliche Verein um die Ortshistorie verdient und organisiert Ausstellungen. Im Jahr 2012 kam das Hofcafé dazu.

Der Verein Heimatkultur in Witterschlick kann stolz auf sich sein. Zehn Jahre sind seit der Gründung am 28. August 2008 vergangen. Seitdem arbeitet der Förderverein die Geschichte und das kulturelle Erbe des Ortes auf. Unterstützt von der Gemeinde Alfter, liegt der Fokus vor allem auf der Pflege und Instandhaltung des denkmalgeschützten Hauses Kessenich an der Hauptstraße. Seit 2012 finden dort regelmäßige Hofcafés statt, die zum Treffpunkt zahlreicher Witterschlicker geworden sind.

Kein Wunder also, dass der Förderverein seinen runden Geburtstag, musikalisch umrahmt von den Liedern des Kirchenchores St. Lambertus und den Folk-, Rock- und Popsongs der „Graureiher“, natürlich dort beim Hofcafé mit Gründungsmitgliedern, Freunden und Förderern feierte. Gründungsmitglied und Ortsvorsteherin Sigrit Pippon nutzte die Gelegenheit, um die vergangene Dekade Revue passieren zu lassen.

Jüngere Mitglieder gesucht

Sie erzählte von den Vorbereitungen zur 850-Jahr-Feier Witterschlicks 2005, als dem früh verstorbenen Ortsausschussvorsitzenden Walter Buchholz die Idee kam, den Backes im Haus Kessenich in die Aktivitäten einzubeziehen. Eine Vorstellung, die mangels Geld für die Reparatur des Ofens zunächst zurückgestellt und schließlich 2008 realisiert wurde. Als 2007 die im Obergeschoss vermietete Wohnung frei wurde, entschied man sich gegen eine Weitervermietung. Stattdessen wurden die Planungen für ein Heimatmuseum aufgenommen. Es folgten eine Renovierung und die erste Ausstellung, mitverantwortet von dem Fördervereinsvorsitzenden Wilhelm Windhuis, den 2010 Wolfgang Pfister ablöste.

2012 ging das Hofcafé an den Start, das besonders an lauen Sommertagen gut gefüllt ist. Für Bürgermeister Rolf Schumacher ist das Haus Kessenich „ein Beispiel der Bürgerbeteiligung. Die Politik hat die Rahmenbedingungen geschaffen, Unternehmen sind auch dabei.“ Auch der Künstler Erich Becker, der gemeinsam mit dem ehemaligen Rektor der Witterschlicker Grundschule, Helmut Fuhs, die erste Ausstellung auf den Weg gebracht hatte, überreichte ein Geburtstagsgeschenk: Haus Kessenich als Gemälde. Für die Zukunft wünscht sich Ortsvorsteherin Pippon vor allem „mehr jüngere Mitglieder, die auch mal mit anpacken“. Der Verein zählt zurzeit 46 Mitglieder.