Junggesellen feiern: Feiermarathon beim Junggesellenfest in Gielsdorf

Junggesellen feiern : Feiermarathon beim Junggesellenfest in Gielsdorf

Vier Tage ging es rund im Alfterer Ort Gielsdorf. „Die Cöllner“, eine Mallorca-Party mit Sektbar und ein Frühschoppen mit Sauerbraten sorgten für ein gutes Gelingen des traditionellen Junggesellenfests.

Zu seinem diesjährigen Junggesellenfest hatte der Junggesellenverein (JGV) Gielsdorf am Wochenende eingeladen. Vier Tage Programm mit Party, kölschem Abend, Biergarten und vor allem der unermüdliche Einsatz der Junggesellen sorgten für beste Stimmung und ein volles Festzelt am Gielsdorfer Wasserturm. „Wir sind mit der Resonanz mehr als zufrieden und freuen uns über die steigenden Gästezahlen in den vergangenen fünf Jahren“, so das Resümee von Benedikt Schüller (23), stellvertretender Vorsitzender des JGV Gielsdorf.

Am Freitagabend lockte die Mallorca-Party das vornehmlich jüngere Publikum ins Festzelt. Während der DJ die aktuellsten Malle-Hits auflegte, mutierten die feierwütigen Gäste zu einem textsicheren Ballermann-Chor. Um 21 Uhr öffnete die Sektbar „Tech.Labor“ die Pforten für die Freunde von Electro-Beats.

Am Samstag zogen zunächst das diesjährige Maipaar Lotte von der Lohe und Christoph Knecht mitsamt den Ehrenpaaren Pauline Schmotz und Tobias Parkitny sowie Lara van Oost und Thomas Roosen ins Festzelt ein. Danach stand die Kölner Mundartband „Die Cöllner“ auf der Bühne. Über eine Stunde füllte die Band den kölschen Abend mit rheinischer Lebensart und begeisterte mit ihren Hits im vollen Festzelt. Zusätzlich nutzten viele Besucher das schöne Wetter und die milden Temperaturen im gemütlichen Biergarten außerhalb des Zeltes und lauschten von dort den Klängen von „Cöllner“-Sänger Sepp Ferner und seinen Musikern.

Im Anschluss an das Konzert der rheinischen Frohnaturen wurde mit einer 90er-Jahre-Party in der angrenzenden Sektbar bis tief in die Nacht weiter gefeiert. Dazu hatten sich auch wieder einige befreundete Junggesellenvereine aus der Umgebung eingefunden. So machten unter anderem die Vereine aus Bornheim-Brenig, Rheinbach-Ober- und Niederdrees sowie Flerzheim und Swisttal-Buschhoven ihre Aufwartung in Gielsdorf.

Einen traditionelleren Rahmen hatten die Feiern am Sonntag. Nach der Messe ging es mit einem gemütlichen Frühschoppen und Sauerbraten-Essen weiter. Es folgte der Festzug durch Gielsdorf, den auch die befreundeten Junggesellenvereine aus der Umgebung begleiteten. Sein Ende fand das bunte Treiben mit einem Familiencafé und einem Dämmerschoppen am Montag, den der Musikverein Gielsdorf begleitete. Am Abend schließlich kam das hohe Gericht zu Gielsdorf zur Gerichtsverhandlung zusammen und entschied über die Verbrennung des Paias. Und wie konnte es anders sein, auch dieses Mal wurde entschieden, dass es dem armen Herrn aus Stroh an den Kragen gehen sollte. War er doch für alle Missgeschicke und Schandtaten verantwortlich, die sich während der vier Tage Festtreiben und darüber hinaus im gesamten vergangenen Jahr ereigneten.

Auch in diesem Jahr blieben die Junggesellen aus Gielsdorf ihrem Motto treu: „Alle Veranstaltungen an diesen vier Tagen kosteten keinen Eintritt“, erklärte Benedikt Schüller. Honoriert wurde das „Umsonst-Konzept“ durch den Besuch von vielen Hundert Gästen. Doch bekanntlich ist nach dem Junggesellenfest auch vor dem Junggesellenfest. So steht bereits jetzt der Termin für 2020 fest. Schüller: „Unser Fest findet dann rund um den zweiten Sonntag im August statt. Wer nächstes Jahr beim kölschen Abend auf der Bühne steht, wird aber noch nicht verraten – die Verhandlungen mit den Künstlern sind aber bereits in vollem Gange“.

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