Nach Kritik von Peta: Faßbender will weiter Kleintiere verkaufen

Nach Kritik von Peta : Faßbender will weiter Kleintiere verkaufen

Wenn es nach den Betreibern der beiden OBI-Märkte in Alfter und Rheinbach geht, sollen dort auch weiterhin Meerschweinchen und Hamster, Kaninchen und Streifenhörnchen zu kaufen sein

"Wir sehen aufgrund des bisher sorgfältigst praktizierten Umgangs mit Nagern keine Veranlassung, die Abteilung zu schließen. Eine endgültige Entscheidung dürfte von Gesprächen mit der Konzernleitung abhängen".

Mit diesen Worten äußerte sich Christian Faßbender auf Anfrage des General-Anzeigers zur Ankündigung des Baumarktunternehmens OBI, den Ausstieg aus dem Verkauf von Kleintieren für das gesamte Unternehmen festzulegen. Dieser Ausstieg solle auch für Franchisepartner gelten. OBI hatte mit dieser Entscheidung auf einen Vorstoß der Tierschutzorganisation Peta reagiert, die über tierquälerische Zuchtanlagen für die Belieferung von Baumärkten mittels zwischengeschalteter Großhändler berichtet und eine Kampagne zum Stopp des Tierverkaufs gestartet hatte.

Die Christian Faßbender GmbH ist Franchisepartner von OBI und betreibt im Rheinbacher Baumarkt seit 2005 und in Alfter seit 2011 auch Heimtierabteilungen. Faßbender möchte die Entscheidung seines Franchisegebers nicht kommentieren, doch er legt Wert auf die Feststellung: "Wir kaufen nicht bei Großhändlern, sondern bei örtlichen Züchtern in der Region."

Die Tierfachabteilungen führe man in seinem Unternehmen mit großer Freude und unterstütze wie die Tierschutzorganisation Peta einen artgerechten Umgang. "Wir wollen, dass es den Tieren gut geht", sagt Faßbender. Die langjährigen Mitarbeiter seien ausgebildete Zoofachverkäufer und feinfühlige Tierliebhaber, die Voraussetzungen des Gesetzgebers für den Betrieb solcher Abteilungen seien erfüllt und regelmäßig komme ein Veterinär zur Kontrolle.

"Wir verkaufen nicht nur Futter, wir haben auch Ahnung von den Tieren", sagt Faßbender. Die Mitarbeiter seien auch Ansprechpartner für alle Fragen von Kunden zur Haltung und Pflege der Tiere. In Alfter habe man sogar eine eigene Babystube für das Aufziehen von unerwartetem Nachwuchs der Nager. Die Nachfrage sei in beiden Märkten sehr gut und man habe aus der Kundschaft bisher keine negativen Botschaften erhalten.

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