Polizeisuche in Alfter: Elfjährige aus Witterschlick ist wohlauf

Polizeisuche in Alfter : Elfjährige aus Witterschlick ist wohlauf

Die Bonner Polizei hat seit Dienstagabend nach der Elfjährigen aus Alfter-Witterschlick gesucht. Nun ist das Mädchen am Mittwochnachmittag wieder wohlbehalten angetroffen worden.

Große Aufregung herrschte am Mittwoch in Witterschlick: Eltern hatten ihre elfjährige Tochter bei der Polizei als vermisst gemeldet. Wie Polizeisprecher Frank Piontek erklärte, war das Mädchen am Dienstagabend nicht nach Hause gekommen. Daraufhin begann am Mittwochmittag ein Großaufgebot der Polizei in Witterschlick mit der Suche. Die Rettungshundestaffel des Rhein-Sieg-Kreises war ebenso im Einsatz wie ein Hubschrauber der Polizei, der lange Zeit über Witterschlick kreiste.

Doch die Entwarnung folgte rasch: Am frühen Nachmittag wurde die Vermisste wohlbehalten im Bereich der Almabrücke in Oedekoven angetroffen.

Zuletzt gesehen wurde die Elfjährige am Dienstagabend gegen 20.15 Uhr in Höhe der Kirche an der Hauptstraße in Witterschlick. „Anschließend sollte sie von dort aus nach Hause gehen“, führte Frank Piontek aus. Allerdings kam sie an ihrem Elternhaus, das geschätzte 500 Meter von der Hauptstraße entfernt liegt, nicht an. Daraufhin suchten zunächst Verwandte und Bekannte nach ihr. Als die Aktion aber ebenso erfolglos blieb wie Nachfragen bei Freunden und Bekannten, „informierten die Eltern noch am selben Abend die Polizei“, sagte Piontek.

Diese startete am Mittwoch gegen 12.30 Uhr eine großangelegte Suchaktion. Dazu zog die Bonner Polizei am Sportplatz von Volmershoven jede Menge Kräfte zusammen. Die Bonner Behörde erhielt zudem Unterstützung von Einsatzhundertschaften aus Gelsenkirchen, Aachen, Duisburg und Köln. „Insgesamt waren rund 150 Polizisten im Einsatz“, so Piontek. Vorsichtshalber hielten sich auf der anderen Straßenseite der Hauptstraße auch einige Einheiten des Rettungsdienstes bereit.

Nach einer Einsatzbesprechung auf dem Parkplatz des Sportplatzes schwärmten die Polizeikräfte aus und begannen gegen 13 Uhr mit der Suche. Dabei konzentrierte man sich laut Piontek vor allem auf das Umfeld des Elternhauses sowie die Ausläufer des Kottenforstes in Richtung Bundesverteidigungsministerium auf dem Hardtberg. Ein erster Schwerpunkt war das bewaldete Gelände hinter dem Witterschlicker Bahnhof. Doch lange mussten die Einsatzkräfte nicht suchen.

Gegen 14.30 Uhr konnte die Aktion eingestellt werden, weil die Elfjährige gefunden worden war. Wie Frank Piontek dem General-Anzeiger sagte, hatte eine Zivilstreife der Bonner Polizei sie in Oedekoven im Bereich der Almabrücke angetroffen. Piontek: „Das Mädchen war wohlauf.“ Ein Zeuge habe den entscheidenden Hinweis gegeben.

Warum das Mädchen nicht nach Hause gegangen ist, und offensichtlich seine Eltern nicht informiert hatte, ist noch unklar. Auch sagte Polizeisprecher Piontek: „Wir wissen noch nicht, wo die Elfjährige die Nacht verbracht hat.“