Spielen, kochen und reden: Durch Alfter rollt jetzt ein Jugendbus

Spielen, kochen und reden : Durch Alfter rollt jetzt ein Jugendbus

Spielen, kochen oder einfach nur reden: Der Rhein-Sieg-Kreis, die Gemeinde und die Katholische Jugendagentur Bonn bringen ein gemeinsames Angebot auf den Weg.

Es ist ein zusätzliches Angebot für Jugendliche: Seit wenigen Wochen rollt ein Kleinbus durch die Ortsteile der Gemeinde Alfter. Dabei steuert Fahrerin Andrea Krieger (53) all jene Stellen an, an denen sich Jugendliche gerne aufhalten. Noch stehen die „Haltestellen“ und festen Zeiten für den Jugendbus nicht fest. Das folgt erst im Oktober. Aktuell analysiert die ausgebildete Erzieherin sowie Zirkus- und Erlebnispädagogin entsprechende Gegebenheiten und Möglichkeiten in den einzelnen Ortsteilen.

Mit Hilfe des Busses wollen der Rhein-Sieg-Kreis und die Gemeinde Alfter die bereits vorhandene Jugendarbeit erweitern und für Mädchen und Jungen ab zwölf Jahren „niedrigschwellige, vertrauliche, freiwillige und sozialraumorientierte Freizeit- und Unterstützungsangebote schaffen“. 40 000 Euro kostete Kreis und Gemeinde die Anschaffung des Mercedes Sprinter. Trägerin des mobilen Angebots ist die Katholische Jugendagentur Bonn.

Dieses soll den veränderten Familienstrukturen, die nicht mehr so eng sind wie früher, Rechnung tragen und vor Ort Spiele, Begegnung und die Möglichkeit zum „Chillen“ bieten. Erreicht werden sollen besonders Jugendliche, die sich von den vorhandenen Treffs oder Freizeitangeboten nicht angesprochen fühlen oder für die ein Treff einfach schwer erreichbar ist.

"Gute Erfahrungen mit dem mobilen Bus gemacht"

Dabei ist Andrea Krieger künftig nicht nur Garantin für Spiel, Spaß und Unterhaltung, sondern steht den Jugendlichen auch bei Bedarf „mit Beratung, Unterstützung oder als Zuhörerin zur Seite“, so die Fachfrau, die vor ihrer Tätigkeit in Alfter als Streetworkerin im Oberbergischen Kreis unterwegs war. Und sie hat auch schon Ideen, was sie in Alfter realisieren möchte. „Es soll unter anderem gemeinsam gekocht werden – nachhaltig, regional und fair.“ Einen Namen für den Kleintransporter sollen sich die Jugendlichen selber überlegen. 22 Stunden in der Woche wird der Bus an verschiedenen Standorten Halt machen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf Impekoven mit Nettekoven und Ramelshoven, Gielsdorf sowie Volmershoven mit Heidgen, da es dort noch keine offene Kinder- und Jugendarbeit gibt. Dass das Ganze bei den jungen Leuten ankommt, davon ist Kreis-Jugenddezernent Thomas Wagner überzeugt. „Mit dem mobilen Bus haben wir rechtsrheinisch bereits gute Erfahrungen gemacht.“ Von einem wichtigen Signal sprach Bürgermeister Rolf Schumacher: „Wir sind eine kinder-, jugend- und familienfreundliche Kommune.“

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