Sicherheit im Karneval: Der Zugweg in Roisdorf wird geändert

Sicherheit im Karneval : Der Zugweg in Roisdorf wird geändert

Der Abschnitt über die Bonner Straße entfällt. Zudem gibt es weitere Schutzmaßnahmen für den Fastelovend in Bornheim und Alfter wie Autos, die als Absperrung dienen sollen.

Jecke, die sich an Weiberfastnacht den Roisdorfer Karnevalszug anschauen wollen, sollten darauf achten, dass sie nicht an der verkehrten Stelle auf Kamelle und Strüssjer warten. Wie der Roisdorfer Ortsausschuss auf seiner Internetseite mitteilt, wurde der Zugweg geändert: Der Abschnitt über die Bonner Straße (Landesstraße 183) entfällt, dafür geht der Zug vollständig über die Friedrichstraße in Richtung Siegesstraße. Hintergrund sei das Sicherheitskonzept der örtlichen Polizei, heißt es weiter.

Vor allem nach dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, bei dem ein Attentäter mit einem Lkw in die Menschenmenge raste, machen sich die Verantwortlichen landauf, landab Gedanken über die Sicherheit des karnevalistischen Treibens – so auch im Vorgebirge. Auf Anfrage des General-Anzeigers hält sich die zuständige Bonner Polizei aber bedeckt. Die Polizei habe sich mit den Zugveranstaltern in Sachen Sicherheitsmaßnahmen besprochen. Dabei seien „alle Sicherheitsrisiken“ einbezogen worden, teilte eine Sprecherin der Bonner Polizei mit.

Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler erläuterte auf Anfrage, dass das Thema Sicherheit sowohl mit Vertretern des Bonner Polizeipräsidiums als auch zwischen den Bürgermeistern der 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises diskutiert worden sei. Neben dem Roisdorfer Zug werde auch für den in Waldorf am Samstag eine besondere Vorkehrung getroffen.

Autos als Absperrung sollten den Abschnitt des Zuges auf der Blumenstraße, wie die Landesstraße 183 dort heißt, sichern. Überdies sei jeder Zugweg analysiert worden, so Henseler. Zugleich betonte er: „Alle Vorsichtsmaßnahmen, die getroffen werden, sind ohne konkreten Anlass.“ Wie Henseler weiter sagte, wolle die Stadt in diesem Jahr stärker darauf achten, dass mobile Absperrungen für den Zugweg auch stehen blieben.

In der Vergangenheit sei es oft vorgekommen, dass diese beiseitegeschoben worden seien, um noch mit dem Auto durch eigentlich bereits für die Züge gesperrte Straßen zu fahren. „Was wir auch nicht tolerieren ist, dass Menschen mit ihrem Auto noch kurz vor einem Karnevalszug durch die Straßen fahren.“

Wie Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher auf GA-Anfrage sagte, habe ein Gespräch mit der Bonner Polizei ergeben, dass die Zugwege in Alfter nicht geändert werden. Das betreffe zum einen die Züge, die bereits stattgefunden haben, zum anderen diejenigen, die noch kommen. Allerdings würden an Zufahrtsstraßen Autos zur Absperrung abgestellt, so Schumacher.

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