Schulpolitik im Vorgebirge: Dependance in Alfter soll Entlastung bringen

Schulpolitik im Vorgebirge : Dependance in Alfter soll Entlastung bringen

In Alfter ist ab Sommer 2019 ein Ableger der Rheinbacher Gesamtschule geplant. Dort wurden für das kommende Schuljahr 16 Kinder aus Alfter angemeldet.

Bereits ein halbes Jahr vor der ersten Schulstunde in der Rheinbacher Gesamtschule unterzeichneten die Bürgermeister von Alfter und Rheinbach ein Abkommen: In der sogenannten Zusatzvereinbarung kamen Rheinbachs Verwaltungschef Stefan Raetz und sein Alfterer Amtskollege Rolf Schumacher (beide CDU) überein, dass sie die Einrichtung einer Filiale in Alfter anstreben, sobald sich die Gesamtschule über die anfänglich sechs Züge hinaus entwickelt und Kinder aus Alfter in größerer Zahl an Gesamtschulen angemeldet sind.

Hintergrund: Aus den aktuellen Anmeldezahlen für das nach den Sommerferien beginnende Schuljahr geht hervor, dass von den 192 angemeldeten Kindern 16 aus Alfter stammen, neun aus Meckenheim, 126 aus Rheinbach, 34 aus Swisttal, fünf aus Wachtberg sowie zwei aus anderen Bundesländern, die aber einen Zuzug in die Region geplant haben.

Wie vom Rheinbacher Schulausschuss Ende November beschlossen, hatte die Stadt Kontakt mit der Kreisverwaltung aufgenommen, mit der Bitte die Zusammenarbeit der linksrheinischen Kommunen bei den weiterführenden Schulen zu moderieren. Der Kreis hat diese Bereitschaft signalisiert.

Erneute Gespräche

Zunächst sollen jedoch erneut Gespräche zwischen den Kommunen Alfter, Swisttal und Rheinbach geführt werden, insbesondere vor dem Hintergrund der konkreter gewordenen Absicht, zum Schuljahr 2019/2020 einen dreizügigen Standort der Rheinbacher Gesamtschule in Alfter zu errichten.

Diese Idee ist schon weit gediehen: Bereits am 11. November haben Vertreter der Verwaltungen von Alfter und Rheinbach sowie der Bezirksregierung beisammen gesessen, um über die nächsten Schritte der Einrichtung einer Gesamtschulfiliale zu beraten. Einvernehmen besteht dahingehend, dass dieser Standort in Alfter der pädagogischen Differenzierung wegen dreizügig sein soll, wie Raffael Knauber, Erster Beigeordneter der Stadt Rheinbach, und Fachbereichsleiter Wolfgang Rösner berichten.

75 Anmeldungen erforderlich

Die für eine Dreizügigkeit erforderlichen 75 Anmeldungen müssten aus Alfter und Rheinbach stammen, es sei denn, es werden Vereinbarungen mit anderen Kommunen geschlossen. Dazu gibt es die Anregung aus Alfter, mit Bornheim zu kooperieren. Die Oberstufe des Teilstandorts wird gemeinsam in Rheinbach angeboten.

Vier Schritte sind zwischen Alfter und Rheinbach für die weitere Agenda vereinbart: Zunächst soll es eine Begehung der avisierten Räumlichkeiten in Alfter mit der Schulleitung der Gesamtschule geben. Die 2014 getroffene Zusatzvereinbarung beider Kommunen soll zugunsten eines Beschlusses für die dreizügige Dependance ab Sommer 2019 geändert werden. Ferner soll die damalige Schulentwicklungsplanung auf den neuesten Stand gebracht werden, und nicht zuletzt soll der Elternwille bezüglich eines Gesamtschulangebots abgefragt werden.

Mehr von GA BONN