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Polizeieinsatz in Alfter: Betrunkener Autofahrer bespuckt Polizisten und droht mit „Corona-Erkrankung“

Polizeieinsatz in Alfter : Betrunkener Autofahrer bespuckt Polizisten und droht mit „Corona-Erkrankung“

Ein alkoholisierter Autofahrer hat am Mittwoch nach Polizeiangaben die Beamten bei der Kontrolle fortwährend beleidigt, sie angehustet und bespuckt – mit dem Hinweis, er komme aus Heinsberg und „sei Corona-positiv“.

Ein betrunkener 36-Jähriger hat die Polizei am Mittwoch nach einer Fahrerflucht am Morgen bis in den Abend hinein beschäftigt. Gegen 11.15 Uhr hatte eine Zeugin die Polizei alarmiert, dass ein Kastenwagen in Schlangenlinien auf der Hauptstraße in Alfter unterwegs sei und der Fahrer mit einer Bierflasche in der Hand am Steuer sitze. Auch hätten entgegenkommende Fahrzeuge ausweichen müssen, weil der Transporter auf die Gegenfahrbahn geraten war. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand touchierte der Wagen auf der Hauptstraße auch ein anderes Auto, wobei ein Sachschaden von geschätzt mehreren Hundert Euro entstand.

Den Kastenwagen stoppten Beamte wenig später auf dem Ahrweg in Impekoven. Die Kontrolle bestätigte, dass der 36-Jährige deutlich alkoholisiert war. Der Mann verhielt sich der Polizei zufolge gegenüber den Einsatzkräften unkooperativ, beleidigte sie fortwährend und hustete und spuckte sie mit dem Hinweis an, er komme aus „Heinsberg“ und „sei Corona-positiv“. Er wurde schließlich fixiert und ins Polizeigewahrsam verbracht.

Randalierer behauptete,  „Corona-positiv“ zu sein

Dort wurde ihm zunächst eine Blutprobe zur Beweissicherung wegen des Verdachts der Trunkenheitsfahrt entnommen. Darüber hinaus ordnete das zuständige Amtsgericht wegen der Alkoholisierung an, dass der 36-Jährigen weiter in Gewahrsam bleiben soll. Die vier betroffenen Einsatzkräfte leiteten wegen des Anspuckens und Anhustens ein zusätzliches Strafverfahren gegen den 36-Jährigen ein.

Die Nachfrage bei den umliegenden Gesundheitsämtern und auch in Heinsberg führte zu dem Ergebnis, dass der Alfterer nicht als Corona-Träger registriert ist. Ihm wurde auf freiwilliger Basis zur weiteren Abklärung ein Probeabstrich entnommen. Gegen 21 Uhr fügte sich der 36-Jährige in seiner überwachten Zelle eine oberflächliche Verletzung an einem Arm zu, die ärztlich versorgt werden musste. Nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen, zu denen auch eine erkennungsdienstliche Behandlung gehörte, durfte der Mann dann am Donnerstagmittag wieder nach Hause.

Ihn erwartet nun ein umfangreiches Strafverfahren:  Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Führens eines Fahrzeugs unter Alkoholeinwirkung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort übernommen. Die Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs und Beleidigung zum Nachteil von Polizeibeamten führt das Kriminalkommissariat.