Robert Schmitz aus Impekoven: Auch politische Gegner schätzten seine ruhige Art

Robert Schmitz aus Impekoven : Auch politische Gegner schätzten seine ruhige Art

Das langjährige SPD-Kreistagsmitglied Robert Schmitz aus Impekoven feierte am Montag seinen 80. Geburtstag. Ein Porträt.

Er ist ein Tausendsassa, ein Hans Dampf in allen Gassen: Robert Schmitz, langjähriges SPD-Kreistagsmitglied, feierte am Montag seinen 80. Geburtstag. Über viele Jahre hatte er die Politik der Alfterer SPD mitgeprägt und in allen Bereichen mit seiner ruhigen und sachlichen Art auch die Anerkennung seiner politischen Gegner gewonnen. Der stellvertretende Alfterer Bürgermeister Bruno Schmidt (SPD) überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und seiner Parteikollegen.

Geboren wurde Robert Schmitz als Sohn eines Landwirts in Rheinbach-Queckenberg. Im elterlichen Betrieb und auf einem Jesuitenhof absolvierte er zunächst eine landwirtschaftliche Lehre. Anschließend besuchte er die Staatliche Landbauschule in Wilhelmshaven, die er als Landbauassistent abschloss, sowie die Höhere Landbauschule in Brühl, die er als landwirtschaftlicher Berufsschullehrer verließ. 1962 trat er dann seinen Dienst bei der Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn an, der er bis zu seinem Ruhestand 1999 – mittlerweile war er Landwirtschaftsdirektor – treu blieb.

Wann genau und aus welchem Anlass sich der verheiratete Vater eines Sohnes und einer Tochter für die SPD entschied, weiß er nicht mehr. Nur so viel: „Ich fand die Welt ungerecht.“ Während er selbst als Kind arbeiten musste, durfte das Kind des Gutsbesitzers ausreiten.

„Ich fand die Welt ungerecht“

Als Robert Schmitz 1967 nach Impekoven zog, engagierte er sich in der Alfterer SPD, lange Jahre als Beisitzer im Vorstand. Dank seines ausgleichenden Charakters trug er nach der Kommunalen Neuordnung 1969 im Alfterer Ortsverein dazu bei, dass sich die Interessen der verschiedenen Gruppen auf einen Punkt bringen ließen.

Ab 1975 war er 25 Jahre Mitglied des Kreistags für die Alfterer SPD. Dabei interessierte er sich vor allem für Verkehrspolitik und war von 1984 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des Kreis-Verkehrs- und Planungsausschusses und anschließend eine Wahlperiode lang Mitglied des Alfterer Planungsausschusses. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Personalausschuss.

Aber auch in der Landwirtschaftskammer brachte sich Robert Schmitz ein. Er vertrat seit 1968 30 Jahre lang als Mitglied des Personalrats, davon 15 Jahre als dessen Vorsitzender, die Interessen der rund 1200 Mitarbeiter. Außerdem engagierte er sich in der Fachgruppe der Beamten der Landwirtschaftskammer im Deutschen Beamtenbund.

Überdies war der begeisterte Reiter und Pferdezüchter im Vorstand des Alfterer Reit- und Fahrvereins als stellvertretender Vorsitzender sowie im Landesverband West des Islandpferde-Reiter- und Züchtervereins aktiv. Kein Wunder also, dass ihm 1993 der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker aufgrund seines vielfältigen ehrenamtlichen Engagements das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verlieh.

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