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Anwohner ärgern sich über Ampel in Alfter

Ärger bei Anwohnern : Ampel in Alfter verursacht Schlafstörungen

Die Anwohner der Hauptstraße in Witterschlick klagen über Verkehrslärm wegen einer Baustellenampel. Der Kreis will nicht auf die Ampel verzichten, stellt langfristig aber eine Lösung in Aussicht.

„Wir werden hier bald noch verrückt von dem ganzen Lärm“, sagt eine Anwohnerin. Sie wohnt mit ihrem Mann ganz in der Nähe der Behelfsampel an der Einmündung der Duisdorfer Straße in die Hauptstraße in Witterschlick. Besonders am Wochenende sei es schlimm, fast nicht zum Aushalten. Das liege hauptsächlich an den Motorradfahrern, die nach der Rotphase ordentlich Gas geben würden.

Viele Nachbarn und auch sie selbst litten bereits unter Schlafstörungen, denn auch während der Woche sausten Autos und Lastwagen über die Hauptstraße. Fast niemand halte sich an die Tempo-30-Regelung. „Wenn wir jünger wären, wären wir längst weggezogen“, sagt die 70-jährige Rentnerin. Anrufe und schriftliche Eingaben beim Verkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises, darunter eine Unterschriftensammlung der Anwohner, hätten leider nichts gebracht.

Ampelregelung sei notwendig

Beim Rhein-Sieg-Kreis kennt man die Situation. Pressesprecherin Rita Lorenz sagte dem GA auf Anfrage, um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich aufrechterhalten zu können, sei eine dauerhafte Ampel-Signalisierung notwendig. Sie stehe im Zusammenhang mit der Ringlösung zur Zu- und Wegfahrt der Wester-Werke. Lorenz: „Ohne Ampelregelungen würden sich in dem Einmündungsbereich Hauptstraße/Duisdorfer Straße gefährliche Situationen ergeben, die nicht nur für den motorisierten Verkehr, sondern auch für Fußgänger – die Hauptstraße ist als Schulweg stark frequentiert – inakzeptabel sind.“ Die Pläne für den Austausch der derzeitigen einfachen Baustellenampel in eine dauerhafte Ampel mit deutlich flexibleren Steuerungs- und Betriebsparametern seien von den beteiligten Fachbehörden bereits aufgenommen worden, dazu gehöre beispielsweise auch die Prüfung, ob die Ampelanlage nur zeitweise in Betrieb genommen werden könne. Ein zeitlich variabler Betrieb bereits jetzt sei mit der Baustellenampel technisch leider nicht umsetzbar.

Gegen die Lärmbelästigung von bremsenden und anfahrenden Motorradfahrern habe die Straßenverkehrsbehörde keine Möglichkeit, mit verkehrsrechtlichen Mitteln vorzugehen, da die gesetzlichen Grenzwerte des vorhandenen Schallpegels nicht dauerhaft überschritten würden.