Alfter: Mühlen- und Tulpenstraße werden zur Sackgasse

Verkehrsberuhigung : Zwei Straßen in Alfter werden zur Sackgasse

Die Gemeinde Alfter treibt die Verkehrsberuhigung im Mühlenviertel voran. Die Mühlen- und Tulpenstraße in Oedekoven werden nun zur Sackgasse. Zunächst ist eine Testphase geplant

Obwohl die Mühlenstraße in Oedekoven eine Anliegerstraße ist, hatten die Anwohner in der Vergangenheit mit viel Durchgangsverkehr zu kämpfen. Um dem illegalen Verkehr entgegenzuwirken und die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen, installierte die Gemeinde Alfter im Frühjahr 2019 sogenannte Leitborde. Jetzt will sie noch einen Schritt weiter gehen und die Mühlenstraße sowie die angrenzende Tulpenstraße zu Sackgassen erklären. Zunächst testweise.

Das geht aus einem Brief an die Anwohner der beiden Straßen vom 24. Oktober hervor, der dem GA vorliegt. Darin schreibt Bürgermeister Rolf Schumacher, dass Verkehrserhebungen eine Einschätzung der Anwohner bestätigt haben: Die Mühlenstraße wird oft als Ausweichroute bei Staus auf der L113 (Alfterer Straße) und K12n genutzt. Die vor Ort installierten Leitborde haben laut Bürgermeister zur Sicherheit der Fußgänger, darunter Kinder auf dem Schulweg, beigetragen und die Geschwindigkeit der Autos auf ein "nutzungsverträgliches Niveau" reduziert. Wegen Beschwerden über ihr Aussehen wolle die Gemeinde die Leitborde allerdings durch "moderne Poller" ersetzen.

Die Mühlen- und Tulpenstraße trotz der Verbesserungen zu Sackgassen erklären zu wollen, habe mit den Sanierungsplänen der für die A565 zu tun. "Insbesondere der in einigen Jahren beginnende Ausbau des 'Tausendfüßlers' wird zu vielen Staus führen", heißt es im Brief. Es sei davon auszugehen, dass sich auch die Verkehrssituation in Alfter - nicht zuletzt auf der Mühlenstraße - verschlechtern werde.

An den Enden der beiden Straßen Richtung Bonn würden Absperrpfosten aufgestellt, sodass Fahrräder und Fußgänger weiterhin passieren könnten. Die Maßnahme sei mit dem Kreisstraßenverkehrsamt und mit der Polizei Bonn abgestimmt. Auch die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) wisse Bescheid. Die Leitstelle der Rettungsdienste werde noch informiert.

Zunächst handele es sich dem Brief zufolge um eine Probephase. "Wir werden die Maßnahmen im Laufe des Novembers 2019 umsetzen und die Situation dann im Verlauf des kommenden Jahres beobachten und überprüfen", schreibt Schumacher.

Die Gemeinde konnte am Montag kurzfristig keine Stellung zu den Plänen nehmen, will sie aber bei einem späteren Treffen genauer erläutern.

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