Buschkauler Feld: Alfter informiert über geplantes Neubaugebiet

Buschkauler Feld : Alfter informiert über geplantes Neubaugebiet

Neben der Planung für das Areal zwischen Buschkauler Weg und Ramelshovener Straße wurde auch der zu erwartende zusätzliche Verkehr thematisiert. Die Nachfrage nach Wohnraum übersteigt schon jetzt das Angebot.

Impulse, Kritik und Anregungen für das avisierte Neubaugebiet Buschkauler Feld: Die Witterschlicker und die, die es gerne werden möchten, nutzten die Gelegenheit des Bürgerdialogs der Gemeinde Alfter, um ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge vorzubringen und auch nach den Voraussetzungen für einen Grundstückskauf zu fragen.

Mit rund 200 Teilnehmern war der Ratssaal im Oedekovener Rathaus voll. Auf großes Interesse stießen neben der Planung für das Areal zwischen dem Buschkauler Weg, der Ramelshovener Straße und der B 56 am westlichen Ortsrand, auch die Aspekte Mobilität und der durch die künftigen Einwohner zu erwartende zusätzliche Verkehr. „Zu spüren waren deutlich die unterschiedlichen Interessen zwischen Alteigentümern und Bauinteressenten. Die einen wünschten sich weniger Bebauung und damit mehr Abstand zwischen Alt- und Neubauten, die anderen mehr Quadratmeter“, fasste Stadtplaner Ralf Thielecke von der Städtebaulichen Arbeitsgemeinschaft aus Bonn zusammen.

Es war nach 2016 die zweite Versammlung, in der sich die Bürger äußern konnten. Geht alles nach Wunsch, soll bis Ende des Jahres der Beschluss des Alfterer Gemeinderats für den Bebauungsplan vorliegen, um Anfang 2020 mit den Tiefbaumaßnahmen zu beginnen. Für 2021/22 ist mit dem Spatenstich für die ersten Häuser zu rechnen.

147 Wohneinheiten geplant

Auf einem rund 14 Hektar großen Areal sollen auf 7,42 Hektar 147 Wohneinheiten als Einzel-, Reihen- und Doppelhäuser und im benachbarten, 1,8 Hektar großen Mischgebiet weitere 240 Wohneinheiten inklusive einer Seniorenresidenz entstehen. Die Nachfrage nach Wohnraum übersteigt schon jetzt das Angebot. Denn laut Bürgermeister Rolf Schumacher liegen der Verwaltung bereits um die 400 Anfragen vor, und „es werden bestimmt noch mehr“.

Dementsprechend wollten bei der Versammlung schon einige Interessenten den Zeitpunkt eines Grundstückserwerbs und den Kaufpreis erfahren. „Dafür ist es noch zu früh“, unterstrich Schumacher. In einem Auswahl-Katalog werden erst noch die Kriterien zur Vergabe der Grundstücke festgelegt. Bei Reihen- und Doppelhäusern beträgt die Größe bis zu 250 Quadratmeter, bei Einzelhäusern bis zu 400 Quadratmeter und bei wenigen Individualhäusern bis zu 600 Quadratmeter.

Anwohner der Ramelshovener Straße wie beispielsweise Peter Zechner befürchten durch die rund 600 Neubürger eine deutliche Zunahme des Verkehrs. Eine Vermutung, die Verkehrsplaner Thomas Braun so nicht teilt. „Im Witterschlicker Bestand wird nicht viel passieren. Auch die Hauptstraße wird weniger belastet als angenommen. Zunehmen wird der Verkehr Richtung Bonn. Daher muss man auch andere Verkehrsmittel als das Auto in die Planung einbeziehen“, sagte er.

Aufenthalts- und Freizeitfläche geplant

Bahnhaltepunkte in Volmershoven und Impekoven, ein Kleinbus für den Transport vom Neubaugebiet in die Ortsmitte, die Einrichtung eines Schulbusses, Park-and- ride- sowie Bike-and-ride-Möglichkeiten am Bahnhof in Witterschlick sowie eine zusätzliche Bushaltestelle an der B 56 und im Neubaugebiet waren einige der Vorschläge, die in die künftige Planung – je nach Realisierbarkeit – einfließen sollen.

Gestaltet werden sollte auch, so der Tenor im Ratssaal, der „Grünzug“ entlang des Wassergrabens. Als Aufenthalts- und Freizeitfläche sollen ihn Jung und Alt nutzen können. So wurden neben einem Spielplatz sowie Boule- und Skater-Bahnen auch eine Streuobstwiese ins Gespräch gebracht. „Dort werden aber auch Fuß- und Fahrradwege eingerichtet. Uns ist es wichtig, dass die Leute von dort mit dem Rad in den Ort und Richtung Buschhoven fahren können“, erklärte Nico Heinrich als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung.

Diese wird 2019 erst einmal das bisher als Ackerflächen genutzte Areal aufkaufen. 2020 startet die Vermarktung. Die zahlreiche Teilnahme der Bürger erstaunte ihn keineswegs: „Es ist ein großes Gebiet, dass bei einem Ort wie Witterschlick dazukommt. Deshalb nehmen wir bei der Planung die Anregungen der Bürger auf.“