Kulturelle Bildung: Alanus-Studentinnen erhalten Nachwuchskünstler-Preis

Kulturelle Bildung : Alanus-Studentinnen erhalten Nachwuchskünstler-Preis

Das Institut für Erwachsenenbildung in Bonn hat zum fünften Mal Studierende der Alanus-Hochschule ausgezeichnet. Eine Ausstellung mit Werken der Preisträgerinnen sollen bald im Institut gezeigt werden

Mit dem Preis für Nachwuchskünstler des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) konnten am Donnerstag bereits zum fünften Mal drei Studierende der Alanus Hochschule ausgezeichnet werden. Die Kooperation zwischen Institut und Kunsthochschule, so der DIE-Direktor Josef Schrader, habe sich inzwischen bewährt und läge auch nahe, da sich beide Institutionen mit kultureller Bildung und Kulturschaffenden beschäftigten.

Die Werke der Preisträgerinnen Julia Escher, Alissa Knelz und Sophie Olligschläger werden zusammen mit Arbeiten von weiteren sechs Studierenden aus dem Studiengang Kunst-Pädagogik-Therapie im Foyer, in Fluren und Räumen des Instituts an der Bonner Heinemannstraße in der Ausstellung „in-ne-hal-ten“ gezeigt.

Für die 1982 geborene Escher ist nach eigener Aussage, „der Wunsch nach Ausdruck“ Teil ihres Lebens geworden. Nach Studien in Rhetorik und Romanistik suchte sie in Alfter nach den Möglichkeiten einer bildnerischen Form für die „transformierende Kraft von Kunst“. In ihren drei ausgestellten plastischen Arbeiten zeigt Escher Popcorn-Transformationen.

Prämierte Aquarellarbeiten auf Glas

Seit zwei Jahren studiert Alissa Knelz (21) an der Alanus Hochschule. Im Rahmen eines Projekts zur Farbe Rot ihres Studiengangs entstanden ihre nun prämierten Aquarellarbeiten auf Glas. „Im Vordergrund stand für mich Rot als Gefühl und Bewegung, was eine angenehme Grundstimmung erzeugen soll, in die man gerne eintaucht“, sagte die angehende Kunsttherapeutin. Ihre ebenfalls 21-jährige Kommilitonin Sophie Olligschläger erklärt, dass sich ein „chronisch schöpferischer Drang“ durch ihr ganzes Leben zieht. Sie beschäftigt sich mit Miniatur und Überraschung, mit Zerfall und Wiederaufbau.

Der Ausstellungstitel, der zum Innehalten auffordert, brachte sowohl den Institutsdirektor wie auch die begrüßende Kunstprofessorin Andrea Sunder-Plassmann dazu, über die schnelllebige Zeit und die Notwendigkeit, innezuhalten, zu sprechen.

Insbesondere in der (Kunst-)Therapie sei das Innehalten unbedingte Notwendigkeit, sagte der habilitierte Erziehungswissenschaftler Schrader. Auch für die Kunstschaffenden gelte, „dass sie innehalten müssen, um ihre Eindrücke so ausdrücken, dass sie andere beeindrucken.“ So passe der Ausstellungstitel nicht nur zur künstlerischen Arbeit, sondern auch zu den Wissenschaftlern, die im DIE die Erwachsenenbildung auswerten.

Darüber hinaus habe der Titel auch viel mit dem Namensgeber der Alanus Hochschule zu tun, der als Zisterziensermönch den strengen Regeln seines Ordens im Hinblick auf Lebensgestaltung, Kunst und Handwerk unterworfen gewesen. Für ihn und seine Ordensbrüder sei Innehalten an der Tagesordnung gewesen.

Ausstellung „in-ne-hal-ten“, bis 20. September. Besuch nur nach Anmeldung: 0228/3294103 oder koehn@die-bonn.de. Eintritt frei. Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Bonn, Eingang Max-Löbner-Straße.

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