Schnelles Internet in Witterschlick: 75 Haushalte müssen sich dafür entscheiden

Schnelles Internet in Witterschlick : 75 Haushalte müssen sich dafür entscheiden

Die meisten weißen Flecken einer zeitgemäßen Breitbandversorgung in Alfter werden sich durch Ausbaumaßnahmen in Alfter, Gielsdorf, Impekoven und Oedekoven bald schließen. Nun zeichnet sich auch für rund 590 Haushalte in Witterschlick, die unter langsamer Internetgeschwindigkeit leiden, eine Lösung ab - wenn mindestens 75 Haushalte das bis zum 6. Dezember wirklich wollen.

Nach intensiven Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung Alfter ist die RWE FiberNet GmbH bereit, die Versorgungslücke durch Verlegung von Glasfaserkabeln zu fünf Kabelverzweigern in dem betroffenen Gebiet zu schließen. Downloadgeschwindigkeiten bis zu 50 Megabit sind dann möglich, statt bisher nur bis zu zwei oder drei Megabit. Das Angebot von RWE gilt aber nur, wenn sich bis zum Nikolaustag pro Kabelverzweiger mindestens 15 Haushalte verbindlich für einen Wechsel auf das Breitbandnetz von RWE entscheiden. Die Bürger sind darüber bereits informiert worden, nun beginnt das bange Warten. Denn kommen bei nur einem Kabelverzweiger weniger als 15 Absichtserklärungen zusammen, erfolgt auch bei den übrigen kein Ausbau. Weitere Einzelheiten zu der Planung gibt es im kommenden Ausschuss für Wirtschaft und Energie am Donnerstag, 12. November. Außerdem ist am Mittwoch, 25. November, ein Bürgerinformationsabend geplant.

In Witterschlick und Volmershoven-Heidgen hatte RWE FiberNet bereits 2012 die Breitbandanbindung verbessert und rund 5,5 Kilometer Glasfaser verlegt. In Teilen dieser Orte stehen nun bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Damit konnten 1600 Adressen angebunden werden, hinter denen eine Vielzahl von Haushalten steht. Eine zweite Ausbaustufe, zu der RWE damals schon bereit war, scheiterte allerdings am mangelnden Interesse der Bürger. Die benötigte Zahl der Vorregistrierungen für die Nutzung der schnelleren Breitbandversorgung kam seinerzeit nicht zusammen.

Derweil läuft in den anderen Ortsteilen der Gemeinde der Breitbandausbau auf Hochtouren. Im Vorwahlbereich 02222 auf Alfterer Gebiet, der auch Teile von Gielsdorf umfasst, verlegt das Kölner Telekommunikationsunternehmen Netcologne von der Vermittlungsstelle Glasfaserkabel zu sämtlichen Kabelverzweigern und rüstet sie dann mit der Vectoring-Technik auf. Sie ermöglicht Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Von den Kabelverzweigern, die mit der Vectoring-Technik ausgestattet werden, läuft die Verbindung bis zum Endverbraucher zwar weiterhin über die bestehenden Kupferkabel. Die neue Technik sorgt aber dafür, dass Störfrequenzen auf dieser "letzten Meile" zum Endverbraucher verringert werden. Dadurch wird die Internetverbindung schneller.

Wie viel letztlich beim Kunden ankommt, hängt davon ab, wie weit der Kabelverzweiger vom jeweiligen Haus entfernt ist. Die ersten Kundenanschlüsse sollen ab dem Frühjahr 2016 verfügbar sein. In gleicher Weise ist das Bonner Telekommunikationsunternehmen Telekom im Alfterer Vorwahlbereich 0228 vorgegangen. Hauptsächlich in Impekoven und Oedekoven sowie in Teilen von Gielsdorf und in geringem Umfang in Witterschlick, wo es zwischen den Vermittlungsstellen und den Kabelverzweigern noch keine Glasfaseranbindung gibt. Aufgerüstet wurden acht Kabelverzweiger, die fünf weitere Gehäuse mitversorgen. Der Ausbau ist inzwischen abgeschlossen. In Kürze wird das Angebot mit Datenübertragungsraten von bis zu 100 Megabit buchbar sein. Darüber wird das Telekommunikationsunternehmen noch gesondert informieren. In den Bereichen des Vorwahlbezirks 0228 auf Alfterer Gebiet, in denen bereits Glasfaserkabel liegen, bleibt es bei der bisherigen Versorgung. Straßenkarten der Telekom über Verfügbarkeit, Netzabdeckung und Ausbauplanung gibt es unter https://www.t-mobile.de/netzausbau.

Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie tagt am Donnerstag, 12. November. Beginn ist um 18 Uhr im Rathaus in Oedekoven, Ratssaal, Am Rathaus 7. Die Sitzung zu dem genannten Tagesordnungspunkt ist öffentlich.

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