Funkmast in Impekoven: 263 Menschen sind gegen den Mobilfunkmast

Funkmast in Impekoven : 263 Menschen sind gegen den Mobilfunkmast

Die Gegner des in Impekoven geplanten Mobilfunkmastes setzen ihren Protest fort. Stellvertretend haben Wolfhart Chevalier und Hans Günter Remig zu Beginn der Sitzung des Alfterer Gemeinderats am Donnerstagabend 263 Unterschriften gegen den Mast Bürgermeister Rolf Schumacher überreicht.

Die Unterschriften waren in den vergangenen Wochen in Impekoven gesammelt worden. Wie berichtet, plant die Deutsche Funkturm, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, die Errichtung eines 40 Meter hohen Mobilfunkmastes in Impekoven.

Dadurch sollen nach Angaben der Telekom Impekoven, Nettekoven, die Bahnlinie und die B 56 mit den Mobilfunkdiensten GSM, UMTS und LTE versorgt werden. Als Standorte sind der Bauhof oder ein Bereich an einem Hochspannungsmast im Gespräch.

Gegner befürchten gesundheitliche Probleme

Nach Ansicht der Gegner würde durch einen solchen Mast das Landschaftsbild weiter beeinträchtigt werden. Auch befürchten sie gesundheitliche Probleme. „Wir sind permanent von hochfrequenter Strahlung umgeben“, sagte Remig in der Ratssitzung, auch mit Blick darauf, dass in Impekoven bereits 60 Meter hohe Hochspannungsmasten stehen.

Es gebe Studien, die von einem Zusammenhang zwischen der Strahlung und ernsthaften Erkrankungen ausgingen, fügte Remig hinzu. Überdies gebe es in Impekoven keine Probleme mit der Empfangsqualität des Mobilfunks. Dass kein Funkmast in Impekoven errichtet werde, sei ein Anliegen, dass „wir wirklich ernst meinen“, ergänzte Chevalier.

Schumacher: Diskussion wird öffentlich geführt

Schumacher nahm die Unterschriften dankend entgegen. Bei aller Umstrittenheit über mögliche gesundheitliche Folgen der Strahlung sei klar, dass Menschen darauf unterschiedlich reagierten, sagte er. Remig hielt er entgegen, dass er aus der Bürgerschaft bereits gehört habe, dass die Mobilfunkqualität in Impekoven verbesserungswürdig sei.

Zugleich betonte Schumacher, dass der Protest aus Impekoven in den politischen Prozess einbezogen werde. Die mögliche Errichtung des Mastes werde öffentlich diskutiert.