Gemeinnützige, regionale Projekte: Volksbank Rhein-Ahr-Eifel ruft Crowdfunding-Plattform ins Leben

Gemeinnützige, regionale Projekte : Volksbank Rhein-Ahr-Eifel ruft Crowdfunding-Plattform ins Leben

Die Volksbank Rhein-Ahr-Eifel hat jetzt die erste digitale Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte ins Leben gerufen. Soziale, karitative und kulturelle Einrichtungen und Vereine stellen ihre Projektideen vor.

„Wie können viele gemeinsam etwas schaffen, was man alleine nicht schaffen kann?“, lautete die Frage, die sich schon der Vater der Genossenschaftsbanken, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Mitte des 19. Jahrhundert stellte.

Den Solidaritätsgedanken nach dem Motto „Viele schaffen mehr“ leben die Volks- und Raiffeisenbanken seither in all ihren Facetten. Nun ist ein neuer Baustein hinzu gekommen: Crowdfunding. Dabei handelt es sich um eine „Schwarmfinanzierung“: Viele einzelne Spender unterstützen mit ihrem Geld ein Projekt.

Geld und Zinsen seien die eine Seite des Bankgeschäftes, die Schaffung eines Mehrwertes für die Region, die Förderung eines sozialen und kulturellen Zusammenhalts eine andere, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel, Elmar Schmitz. Die Bank hat jetzt die erste digitale Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte in der Region ins Leben gerufen. Im Internet unter www.voba-rheinahreifel.viele-schaffen-mehr.de stellen soziale, karitative und kulturelle Einrichtungen, Initiativen und Vereine ihre Projektideen vor. Interessierte können nun diese Ideen finanziell unterstützen und machen damit eine Umsetzung möglich.

Finanzierungsprobleme können gelöst werden

Damit viele gute Vorhaben realisiert werden können, bezuschusst die Volksbank Projekte zusätzlich: Für jeden zahlenden Unterstützer ab fünf Euro gibt die Bank fünf Euro dazu. „Die Idee hinter dieser digitalen Plattform ist urgenossenschaftlich“, so Elmar Schmitz. Vereinen und Ehrenamtlern würde so eine Plattform geboten, um für sich und ihre Idee zu werden. Nicht nur das: Vielmehr können so in erster Linie auch Finanzierungsprobleme gelöst werden.

Erste Erfolge hat es bereits gegeben: Der Förderverein der Freilichtbühne Schuld konnte so Gelder für den Bau einer neuen Zuschauerüberdachung einstreichen, die Ahrweiler Tafel bekam durch Unterstützer die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges mitfinanziert. „Für uns ist es spannend zu sehen, welche Projekte gut ankommen und somit auch von uns mit einem höheren Spendenbetrag unterstützt werden“, erklärte der Voba-Chef.

Er sprach von einem „demokratischen System“, das es der Bank einfacher mache, Spenden nach den Wünschen der Genossenschaftsmitglieder und Kunden zu verteilen. Der Grundgedanke der Genossenschaftsbank werde so in die digitale Welt übertragen.

Sobald eine ausreichende Zahl an Unterstützern gefunden wurde, („Fanphase“), wird das Projekt in die Finanzierungsphase überführt. Ist das Finanzierungsziel innerhalb von drei Monaten erreicht, kommt der Betrag zur Auszahlung. Wird die für das Vorhaben benötigte Spendensumme jedoch nicht erreicht, bekommen alle Einzelspender wieder ihr Geld zurück.

Mehr von GA BONN