Volksbank Rhein-Ahr-Eifel: Vertreter stimmen der Bankenfusion zu

Volksbank Rhein-Ahr-Eifel : Vertreter stimmen der Bankenfusion zu

Es ist offiziell: Die Vertreterversammlung in Bad Neuenahr hat zugestimmt, dass die Volksbank Rhein-Ahr-Eifel und die Volksbank Koblenz Mittelrhein fusionieren. Die Nähe zum Kunden soll durch die Aufteilung in Regionalmärkte erhalten bleiben.

Der Weg für die Fusion der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel mit der Volksbank Koblenz Mittelrhein ist frei. 305 Delegierte der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel haben am Donnerstagabend bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung für die Verschmelzung und somit die Übernahme der Koblenzer Genossenschaftsbank gestimmt. Damit folgten sie der Empfehlung des Aufsichtsrats um Rudolf Mies und des Vorstands um Elmar Schmitz. Die Koblenzer hatten sich bereits vor einer Woche einstimmig für das neue Konstrukt ausgesprochen.

Es war die insgesamt 74. Fusion der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel seit der Gründung ihrer „Wurzel“ 1866 in Antweiler und die dritte in der Ägide von Elmar Schmitz. Verwaltungssitze der „neuen Bank“ sind wie bisher Bad Neuenahr-Ahrweiler und Mayen; juristischer Sitz ist Koblenz. Dazu sagte Schmitz vor den Vertretern: „Wer nimmt, muss auch etwas geben. Koblenz sei Oberzentrum und daher für den juristischen Sitz geeignet. Der Verwaltungssitz Bad Neuenahr-Ahrweiler werde im Gegenzug mit 20 Mitarbeitern verstärkt.

Wichtig für den Vorstandschef: „Die Fusion bedingt keine Kündigungen, sondern bündelt Synergien.“ Die Kosten für die Verschmelzung schlügen zwar mit rund vier Millionen Euro zu Buche, doch diese seien bis 2021 wieder generiert.

Vorstand: Banken sind wirtschaftlich gesund

„Beide Banken sind grundsolide aufgestellt und wirtschaftlich gesund. Mit einer Fusion aus der Stärke heraus wollen wir auch in Zukunft verlässlicher Partner für unsere Mitglieder und Kunden sein“, sagte Schmitz im Bad Neuenahrer Kurhaus vor der Vertreterversammlung, die der Souverän der Genossenschaftsbank ist. „Das Kundenverhalten und die Gesellschaft verändern sich: Faktoren wie der demografische Wandel, der Fachkräftemangel, die Digitalisierung und die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank spielen hier eine entscheidende Rolle. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir diese Herausforderungen in einer größeren Gemeinschaft besser meistern können“, sagte er weiter.

Um die Nähe zu Mitgliedern und Kunden trotz der Größe des neuen Instituts zu erhalten und schnelle Entscheidungswege bei Themen wie Kredite, Geldanlagen, Spenden und Sponsoring sicherzustellen, setzt die Bank weiter auf das Regionalmarktprinzip. „Wir werden so groß wie nötig, um unsere Zukunft zu sichern, bleiben aber gleichzeitig über unsere Regionalmärkte so klein wie möglich“, erklärte Schmitz.

Künftig werde es vier Regionalmärkte geben: Ahr-Brohltal, Eifel, Mayen-Rhein und Koblenz Mittelrhein-Mosel (bislang MittelrheinMosel). Die Standorte Sinzig und Oberwinter der Volksbank Koblenz Mittelrhein gehören künftig zum Regionalmarkt Ahr-Brohltal, alle anderen Filialen sind dem Regionalmarkt Koblenz Mittelrhein-Mosel zugeordnet.

Die Vertreterversammlung stimmte aber auch traditionell über die Gewinnausschüttung an die bisher 96.000 Mitglieder der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel ab. Diese erhalten auf ihre Geschäftsanteile eine Dividende von fünf Prozent. Dafür stehen mehr als eine Million Euro zur Verfügung.

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