Verhüllung der Steinfiguren im Brühler Schlosspark misslungen

Verhüllung der Steinfiguren im Brühler Schlosspark misslungen

Verwandlung à la Christo muss warten - Weil sich jemand vermessen hat, sind die Schutzhüllen zu groß geraten

Brühl. Nicht ganz nach Plan verlief die Verhüllung der Parkfiguren im Brühler Schlosspark. Denn die bestellten Hüllen waren leider zu groß. Eigentlich war es ganz einfach. Die Steinfiguren sind im Winter durch Frost und Regen besonderen Belastungen ausgesetzt. In diesem Jahr sollten daher Schutzhüllen die edlen Stücke etwas wärmen.

Ausgewählt wurde ein wetterfestes, windschlüpfriges, wasser- und ölabweisendes Spezialmaterial. Und damit der Anblick für die Besucher auch im Winter erfreulich ist, sollte jede Hülle maßangefertigt werden. Ulrike Thormann, Koordinatorin für Restaurierung und Bauprojekte in den Brühler Schlössern, hatte sich eine Art "Christo-Verhüllung" vorgestellt. Spanngurte hätten dabei die Form der Skulpturen angedeutet, die Postamente sollten frei bleiben.

Doch jetzt sind die Hüllen zu lang. "Es sieht nicht ganz so aus, wie wir es uns erhofft haben", so Thormann. Vermutlich hat sich jemand vermessen. Die Verhandlungen mit der Herstellerfirma um neue, passende Hüllen laufen bereits. Eine Nachbesserung kann aber bis zum Frühjahr dauern. Solange müssen als Schutz vor dem Wetter die zu großen Hüllen auf den Statuen bleiben.

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