Spezialkran stürzt auf Bonner Schürmann-Bau

Spezialkran stürzt auf Bonner Schürmann-Bau

Vermutlich weil die Wand einer Baugrube nachgegeben hatte, kippte der tonnenschwere Kran um - Verletzt wurde niemand

Bonn. Glück im Unglück hatte am Freitag der Fahrer eines Spezialkrans am Schürmann-Bau: Als er Baumaterial aufs Dach hievte, sackte an einer Stelle Erdreich weg, der Kran kippte - blieb aber mit seinem Ausleger an der Dachkante des Schürmann-Baus hängen. Ein Schwenk wenige Meter vom Gebäude weg, und das tonnenschwere Ungetüm wäre in die meterhohe Baugrube an der Ecke Hermann-Ehlers-Straße/Kurt-Schumacher-Straße gestürzt.

So kam der Fahrer mit dem Schrecken davon. Auf Anfrage des General-Anzeigers teilte die Polizei mit, dass niemand verletzt worden sei. Durch den Aufprall des Kranauslegers entstand nur Sachschaden: Auf dem Dach gingen unter anderem Glasscheiben zu Bruch, die der Kran zur Montage hochgehoben hatte.

Angestellte der Kran-Firma waren am Freitag nicht bereit, Auskunft über die Unfallursache zu geben. Doch dem Anschein nach war der Spezialkran umgekippt, weil Erde unter einer der ausfahrbaren Stützen weggesackt und in die Baugrube gerutscht war. Der Kran stand parallel zu der an dieser Stelle etwa sieben Meter tiefen Grube, deren Wand mit Holzbohlen und Metall-T-Trägern befestigt war. Das Gewicht des Krans brachte vermutlich die Holzbohlen so unter Druck, das sie brachen und das Erdreich nicht mehr hielten. Gegen 15 Uhr rückte ein zweiter Kran an, mit dessen Hilfe der Unglückskran wieder aufgerichtet wurde. Die Polizei sperrte für Stunden die Hermann-Ehlers-Straße.

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