So gesehen: Sprache "light"

So gesehen: Sprache "light"

Ganz ehrlich: Waschen Sie Ihre Haare nicht ebenfalls längst mit Shampoo anstatt, ganz konventionell und heimatsprachlich, mit Haarwaschmittel?

Kommt morgens Toast aufs Frühstücksbrettchen anstatt feiner Weißbrotscheiben, eventuell gar mit Wurst "light", nicht fettreduziert? Und wie steht es mit den Weihnachtsgeschenken? Sind da Boxershorts für den Göttergatten dabei anstatt einer am Bein länger geschnittenen Herrenunterhose?

Oder ein DVD-Player? Sie wissen schon, so ein Heimkino-Abspielgerät für digitale Speichermedien. Anglizismen sind einfach überall. Nicht zuletzt durch das "world wide web", das weltweite (Daten-)Netz, werden englische Begriffe immer alltäglicher im Sprachgebrauch.

Während es einst der deutsche Kindergarten ins Englische geschafft hat und sich, andersherum, über Begriffe wie T-Shirt oder Jeans hierzulande längst niemand mehr wundert, lassen manche Anglizismen stutzen.

Na gut, wir "surfen im Internet", "posten bei Facebook" oder "canceln ein Meeting". Aber muss zu allem Überfluss auch noch "downgeloadet" oder "abgescannt" werden? Manchmal jedenfalls kann einen Sprache "light" ganz schön "abturnen".

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