Bilanz fällt positiv aus: Weihnachtsgeschäft im Rhein-Sieg-Kreis lief gut

Bilanz fällt positiv aus : Weihnachtsgeschäft im Rhein-Sieg-Kreis lief gut

Die Händler in Siegburg, Hennef und Sankt Augustin blicken zufrieden auf das zurückliegende Weihnachtsgeschäft. Ab heute werden Gutscheine eingelöst oder unpassende Weihnachtsgeschenke umgetauscht.

Am ersten regulären Tag nach den Weihnachtsfeiertagen füllen sich gegen Mittag langsam die Einkaufsstraßen in Siegburg. Ob für den Gutscheineintausch, zum Umtauschen der Weihnachtsgeschenke oder um eines der Sonderangebote nach den Feiertagen zu nutzen: Besonders viele Familien mit Kindern sind im Stadtzentrum unterwegs. Die Einzelhändler in Siegburg, Hennef und Sankt Augustin äußerten sich überwiegend positiv zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft.

Sehr zufrieden bekräftigte Christian Schumacher, Leiter der Thalia-Filiale in Siegburg, dass das Geschäft sogar ein bisschen besser gelaufen sei als im vergangenen Jahr. „Das Thema Buch war ganz besonders gefragt.“ Zu seiner Überraschung gab es in diesem Jahr allerdings keinen herausstechenden Verkaufsschlager unter den Büchern. Krimis von Nele Neuhaus seien sehr gefragt gewesen, genau wie die Autobiografie von Michelle Obama. Doch das „eine“ Buch habe es nicht gegeben, wie es in den vergangenen Jahren häufig der Fall war. Auch der Weihnachtsmarkt war ein Kundenmagnet und die meisten Geschäfte profitierten vom Besucherandrang. Manch ein Händler erfreute sich zudem über neue Gesichter unter der sonst bekannten Stammkundschaft.

Online-Handel schadet lokalen Geschäften

Vom großen Andrang weiß auch Sylvia Bernardini, Inhaberin des Schokoladenfachgeschäfts „Tout Chocolat“ auf der Kaiserstraße, zu berichten. Im kleinen Laden arbeiteten in der letzten Adventswoche zeitweise bis zu vier Mitarbeiterinnen gleichzeitig und waren von morgens bis abends durchgehend beschäftigt. „Mein Geschäft funktioniert natürlich mit dem Wetter“, erzählt sie. „Gerade im Winter kaufen viele meine Schokolade als kleines Mitbringsel“. Aber in diesem Jahr sei der Andrang besonders stark gewesen.

Nach wie vor haben viele Geschäfte mit der Konkurrenz des Online-Handels zu kämpfen. Anja Büttgen, Filialleiterin des Schuhgeschäfts Landgraf am Markt, zeigte sich auch etwas enttäuscht von der Bilanz. „Unser Umsatz ist hinter dem des Vorjahres zurückgeblieben“, berichtet sie und führt dies auf den Internethandel zurück. Während im vergangenen Jahr allerdings einige Siegburger Händler über Einbußen geklagt hatten und die Neueröffnung der Huma-Shoppingwelt in Sankt Augustin dafür verantwortlich machten, so zeichnete sich in diesem Jahr ein neues Bild ab. „Wir haben den Huma links liegen gelassen“, freut sich Hardy Riemscheid von Tee Gschwendner. „Der Anfang war schleppend, doch insgesamt können wir sehr zufrieden sein“.

Klaus Kricks, Manager des Huma-Centers, erweckte allerdings nicht den Eindruck, der Huma sei von Kunden links liegen gelassen worden. Er zeigte sich hocherfreut über die diesjährige Bilanz. Es sei „durch die Bank gut gelaufen“. Auffällig sei gewesen, dass Kunden sehr zielgerichtet gesucht hätten. „Ansonsten ist das Geschäft relativ spät angelaufen, doch das ist ein Trend, der bundesweit festgestellt wird.“

Ebenfalls überwiegend gut gestimmt sind die Hennefer Händler. Der große und der kleine Weihnachtsmarkt sorgten an den Adventswochenenden für viele einkaufsfreudige Besucher in der Innenstadt. Besonders die Elektronikbranche sei rundum zufrieden, während der Buchhandel sich gut gegen den Onlinehandel behauptet habe, berichtet Ricarda Schmitz von der Werbegemeinschaft Hennef. Beratung sei immer noch ein großer Vorteil des Einzelhandels.

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