Urkunde für beispielhafte Entwicklung: Neues Troisdorfer Bahnhofsgebäude ist eingeweiht

Urkunde für beispielhafte Entwicklung : Neues Troisdorfer Bahnhofsgebäude ist eingeweiht

Das neue Empfangsgebäude des Troisdorfer Bahnhofs, in das die Ferox Immobiliengruppe rund 20 Millionen Euro investiert hat, ist offiziell eingeweiht worden. NRW-Ministerin Ina Scharrenbach würdigt dessen Bedeutung.

Nach einer zweieinhalb Jahre währenden Abriss- und Neubauphase ist das neue Troisdorfer Bahnhofsgebäude seit dem Sommer schon im Alltag angekommen. Das belegt alltäglich das rege Treiben in und rund um den fünf Etagen in die Höhe gewachsenen Neubau. Jetzt ist das neue Empfangsgebäude des Bahnhofs, in das die Ferox Immobiliengruppe rund 20 Millionen Euro investiert hat, auch offiziell eingeweiht. Zum Festakt erschien am Dienstagabend auch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung im Land Nordrhein-Westfalen. Und die attestierte: "Bahnhof- und Bahnflächenentwicklung in Troisdorf sind beispielhaft".

Aus Sicht des Landes sei der Stadt Troisdorf in Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler Ferox und der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft (BEG) mit dem Bahnhof eine vorbildliche Gesamtleistung gelungen, so Scharrenbach. Dafür überreichte sie Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski und Ferox-Geschäftsführer Kevin Egenolf die Urkunde der Landesinitiative "Bauland an der Schiene". Diese würdigt die Integrationsleistung am Standort Bahnhof: Die Schaffung eines neuen, attraktiven städtebaulichen Tors zu Stadt, die Stärkung des Dienstleistungs- und Wirtschaftsstandortes mit verschiedenen Gewerbetreibenden in zentraler Lage sowie die hervorragende Verzahnung von Stadtentwicklung und engagiert modernisierter Mobilitätsschnittstelle.

Ina Scharrenbach gratulierte zu einer "herausragenden Gewerbeimmobilie in herausragender Lage". Troisdorf ist die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die von der Initiative mit dem Prädikat "beispielhaft" ausgezeichnet wurde.

Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski berichtete, dass der Weg hin zum neuen Bahnhof ein langer war. Die Kommune habe seit 20 Jahren versucht, etwas Neues zu schaffen, um den Bahnhof als "Entrée zur Stadt" für täglich 12 000 Menschen einladender zu gestalten. Mit dem Bahnhofsneubau seien die städtischen Entwicklungsambitionen aber noch lange nicht beendet, bekräftigen Jablonski und die anderen Beteiligten. Nächste Projekte seien schon in Planung. So steht nach ihren Worten der Bereich auf der anderen Seite der Gleise im Fokus. Konkret, die rückwärtige Ertüchtigung von Bahnflächen und die Schaffung eines ansprechenden städtebaulichen Interieurs zur Schiene auch auf der innenstadtfernen Seite an. Als ein weiterer wichtiger Beitrag zum verbindenden Umgang mit der städtebaulichen Barrierewirkung der Gleise.

Auch an anderen Haltepunkten untersucht die Stadt derzeit im Rahmen und mit Unterstützung der Landesinitiative "Bauland an der Schiene", wo weitere Flächenpotenziale für den dringend benötigten Wohnungsbau "in städtebaulich, verkehrlich und ökologisch geeigneten Lagen" genutzt werden können. In diesem Zusammenhang hob Norbert Reinkober, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland Gesellschaft, die Bedeutung des Ausbaus des Bahnknotens Köln für die gesamte Region sowie die zunehmende Wichtigkeit von Mobilstationen "für eine attraktive Verzahnung von Siedlung und Schiene" hervor.

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