Tötungsdelikt in Troisdorf: Mann soll Tochter seiner Freundin erstochen haben

Tötungsdelikt in Troisdorf : Mann soll Tochter seiner Freundin erstochen haben

Die Staatsanwaltschaft Bonn und eine Mordkommission ermitteln in Troisdorf: Ein 65-jähriger Mann ist dringend tatverdächtig, im Stadtteil Friedrich-Wilhems-Hütte die 43-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin tödlich verletzt zu haben.

In Troisdorf-Friedrich-Wilhelms-Hütte haben am Samstag die Bonner Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission die Ermittlungen in einem Tötungsdelikt aufgenommen. Wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung am Montagmorgen berichten, wurde Haftbefehl gegen einen 65-jährigen Mann erlassen. Er soll auf die 43-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin eingestochen und ihr derart schwere Verletzungen zugefügt haben, dass sie starb.

Eine Funkstreife der Polizei war am Samstag gegen 13.10 Uhr von einem Nachbarn alarmiert und zu einem Wohnhaus an der Straße "An der Kirche" gerufen worden. Die Beamten fanden das 43-jährige Opfer dort schwer verletzt vor einem Gartenhaus auf dem Grundstück. Der Notarzt wurde gerufen, konnte aber nur noch den Tod der Frau feststellen. Der 65-jährige dringend Tatverdächtige war laut Polizei zunächst geflüchtet. Er stellte sich aber wenig später auf einer Polizeiwache in Troisdorf und wurde dort vorläufig festgenommen.

Hintergrund der Tat ist ein wohl schon seit längerem gärender Beziehungsstreit zwischen dem 65-Jährigen und seiner Lebensgefährtin. Wie Oberstaatsanwalt Robin Faßbender auf Anfrage bestätigte, befand sich das Paar in einem Trennungsprozess, in dem es auch um finanzielle Fragen ging. Das 43-jährige Opfer war in diese eskalierenden Kontroversen einbezogen.

Der 65-Jährige hatte am Samstag auf der Wache in Troisdorf eingeräumt, Gewalt gegen die Tochter seiner Lebensgefährtin angewendet zu haben. . Auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft erließ der zuständige Haftrichter am Sonntag Haftbefehl gegen den 65-Jährigen. Die Ermittlungen dauern an.

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