Kommentar zum Fernbushalt in Troisdorf: Ein Rückschlag

Kommentar zum Fernbushalt in Troisdorf : Ein Rückschlag

Flixbus? Nix Bus! Was ist das bloß für eine Farce. Dass das Fernbusunternehmen mehrere Anläufe benötigt, um den Haltepunkt in Troisdorf in Betrieb zu nehmen, ist schon peinlich genug. Jetzt soll die Haltestelle schon nach wenigen Monaten wieder Geschichte sein.

Dann kann man es gleich bleiben lassen. Das wirft kein gutes Licht auf die zuständige Genehmigungsbürokratie, ebenso wenig auf das Fernbusunternehmen, das immerhin Marktführer ist und aktuell den Konkurrenten Postbus übernommen hat. Ob das nun ein Verlust für Troisdorf ist?

Gewiss, auch ohne Fernbus ist die Stadt gut vernetzt: über die Schienenanbindung, über die Autobahn, über die Nähe zum Flughafen. Doch wäre der Fernbus auf die Dauer eine gute Ergänzung gewesen – auch mit Blick auf die Bemühungen der Stadt, Alternativen zum Auto zu schaffen und damit einen Beitrag zur Verkehrsvermeidung zu leisten.

Insofern ist die Hiobsbotschaft von Flixbus für die größte Kreiskommune durchaus als Rückschlag zu werten. Letztlich schauen auch diejenigen in die Röhre, die auf preiswerte Alternativen zum Bahnfahren oder zum Fliegen angewiesen sind. Wenn das Fernbusnetz weiter wächst, dann darf die Region nicht außen vor sein. Politiker auf Stadt- und auf Kreisebene müssen nachsetzen, um dauerhaft mindestens einen Fernbushalt im Kreis sicherzustellen.