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Lärmbelästigung in Troisdorf: Bienenlärm als Ärgernis

Lärmbelästigung in Troisdorf : Bienenlärm als Ärgernis

Für einen Rentner aus Troisdorf sind die Bienen der benachbarten Hobby-Imkerin ein ständiges Ärgernis. Ein Fall fürs Amtsgericht.

Summ, summ, summ – Bienchen summ herum. Das Kinderlied gehört ins kollektive Bewusstsein und ist der Beweis, dass die Biene in der Gefühlswelt der Menschen positiv besetzt ist. Denn das niedliche, pelzige Wesen erledigt eine wichtige Arbeit. Es bestäubt Blüten und ist damit gewissermaßen Erzeuger von Äpfeln, Birnen, Pflaumen. Und es produziert den süßen Honig – das einzige Lebensmittel ohne Verfallsdatum. Stechen tut die Biene höchstens mal aus Notwehr. Sie ist also ein rundherum angenehmes Tierchen.

Ein Rentner aus Troisdorf sieht das allerdings ganz anders. Für ihn sind die Bienen der benachbarten Hobby-Imkerin ein ständiges Ärgernis. Am Freitag eskalierte der Fall bis vor das Amtsgericht Siegburg. Dort kritisierte der Mann den unerträglichen Fluglärm der Tierchen und deren regen Tiefflug über seinem Grundstück. Fluglärm kennen die Rechtsrheiner vom Flughafen Köln-Bonn und Flugplatz Hangelar. Jetzt also auch noch Troisdorf.

Es stimmt, dass die lärmenden Bienen der Nachbarin selten allein unterwegs sind. Und das summ-iert (!) sich. Gut 300.000 Individuen können gefühlt schon ein paar Dezibel erzeugen. Wie der vereidigte Sachverständige beim Ortstermin allerdings feststellte, würden die Grenzwerte der Immissionsschutzverordnung dort nicht angepiekst. Ein Lärmbelästigung durch die friedlichen Kärntner Bienen, die besonders für Wohngebiete empfohlen seien, schloss er definitiv aus. Das Urteil wird nachgereicht, aber es sieht alles danach aus: Summa summarum dürfen die Bienen weiterfliegen.