Gesamtschule in Rheinbach: Stadt liegen zwei Bürgereingaben vor

Gesamtschule in Rheinbach : Stadt liegen zwei Bürgereingaben vor

Mit zwei Bürgeranträgen versuchen Rheinbacher Eltern, mehr Dynamik in die öffentliche Debatte um die Umgestaltung der städtischen Schullandschaft zu bringen.

Zum einen fordert die Stadtschulpflegschaft den Rat der Stadt auf, den Schulentwicklungsprozess mit Beteiligung von Eltern, Lehrern und Interessierten unter Moderation von Raimund Patt wieder aufzunehmen sowie Informationsveranstaltungen an den Grundschulen anzuberaumen. Außerdem beantragt die Schulpflegschaftsvorsitzende Christina Mekelburger für den Fall der Gründung einer neuen Schulform ein vorgezogenes und nicht verkürztes Anmeldeverfahren.

Hintergrund dieser Forderung ist die Erfahrung aus dem gescheiterten Anmeldeverfahren für eine Gesamtschule im ersten Anlauf. Anmeldungen an den bestehenden weiterführenden Schulen sollen erst dann angenommen werden, wenn das Gesamt- oder Sekundarschul-Anmeldeverfahren beendet ist.

Dahingehend wünschen sich die Antragsteller auch eine Abstimmung mit dem Sankt-Joseph-Gymnasium. In einem weiteren Bürgerantrag fordert eine Familie die Wiederaufnahme des öffentlichen Dialogs über die Schullandschaft und beantragt konkret die Gründung einer Gesamtschule. Dafür suchen die Antragsteller noch Unterstützer. Wer sich diesem Antrag anschließen möchte, kann die Unterschriftenliste per E-Mail an koetter-rheinbach@gmx.de anfordern.

Unterschriftenlisten für beide Bürgeranträge sollen nach Möglichkeit in allen Schulen und Kindergärten ausgehängt werden. Beide Anträge liegen der Verwaltung vor und werden in der nächsten Sitzung des Schulausschusses thematisiert. Einen Sitzungstermin gibt es noch nicht.

Zum Erfahrungsaustausch über das Thema Schule sind Eltern für Dienstag, 30. April, von 9 bis 10.30 Uhr in die Räume der Ergotherapie-Praxis Wankerl, Industriestraße 41 a, eingeladen.