Internationale Begegnung für Jugendliche: Workcamp an der Wahnbachtalsperre

Internationale Begegnung für Jugendliche : Workcamp an der Wahnbachtalsperre

17 jungen Menschen aus neun Nationen arbeiten im Natur- und Gewässerschutz an der Wahnbachtalsperre. Projekt soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

Ob die Beseitigung des Springkrauts, die Pflege der jungen Bäume oder händische Mäharbeiten – seit dem 7. August und noch bis zum Ende der Woche dreht sich bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Internationalen Workcamps beim Wahnbachtalsperrenverband (WTV) alles um den Natur – und den Gewässerschutz an der Wahnbachtalsperre. Initiiert wurde das Camp vom internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd), deren Einladung 17 Heranwachsende aus neun Nationen gefolgt sind.

Drei Wochen lang wohnen die Jugendlichen im Alter von 17 bis 24 Jahren im Pützerhof in Neunkirchen-Seelscheid und arbeiten täglich von 8.30 Uhr bis 13 Uhr für den Wahnbachtalsperrenverband. Der 18-jährige Markar aus Russland nimmt bereits zum zweiten Mal am Workcamp teil. „Die Arbeit macht Spaß und die anderen Teilnehmer sind sehr nett, deswegen mache ich dieses Jahr zum zweiten Mal mit“, sagt Makar.

Teamwork unter den Teilnehmern

Gemeinsam mit der 17-jährigen Natalia aus Serbien und dem 24-jährigen Adrian aus Mexiko sammelt er gemähtes Heu zum Abtransport von einer sumpfigen Wiese. Die Teilnehmer des Workcamps können zwischen verschiedenen Aufgaben wählen. „Wir bilden je nach Aufgabengebiet kleine Gruppen und sorgen dafür, dass die Teilnehmer nicht immer das gleiche machen“, sagt Ralph Krämer vom Wahnbachtalsperrenverband.

Zur Unterstützung ist jede Gruppe mit einem Mitarbeiter des WTV unterwegs. Die 21-jährige Irene aus Bilbao in Spanien streicht gerade gemeinsam mit der ijgd-Gruppenleiterin Vanessa Kron eine Schranke, die die Wasserschutzzone der Wahnbachtalsperre vor Autos schützt. „Mich hat vor allem der Umweltaspekt angesprochen. Und ich wollte Deutschland kennenlernen“, sagt die Studentin.

Bei Ausflügen die Region erkunden

In ihrer Unterkunft müssen sich die Teilnehmer selbst versorgen, deswegen sind täglich zwei Jugendliche für den Küchendienst eingeteilt, die das Mittagessen für die hungrigen Arbeiter zubereiten. Den Nachmittag nutzen die Teilnehmer für Freizeitaktivitäten und den Austausch untereinander. Am Wochenende stehen Ausflüge auf dem Programm. „Am besten hat mir der Kölner Dom gefallen“, sagt Irene.

Nicole Tönnes vom ijgd ist die Organisatorin des Workcamps. Ihr Ziel ist es, Jugendliche aus der ganzen Welt zusammenzubringen. „Der ijgd fördert eine friedliche Zusammenkunft von Menschen aus aller Welt. Durch den Austausch können die jungen Erwachsenen viel lernen und vor allem soziale Kompetenzen erwerben. Zusätzlich lernen sie Deutschland kennen“, erklärt Tönnes die Intention des Workcamps.

Die Teilnahme kostet achtzig Euro plus die Kosten für die Anreise. Für ihren Einsatz für den Natur- und Gewässerschutz erhalten die Workcamp-Teilnehmer am Ende eine kleine Entschädigung als Dankeschön vom Wahnbachtalsperrenverband. Dieser plant, das Projekt im nächsten Jahr zu wiederholen. „Das Camp ist eine schöne Sache für die jungen Menschen. Wir machen das sehr gerne“, sagt der ehemalige Landrat Frithjof Kühn, in seiner Eigenschaft als der Vorsteher des Wahnbachtalsperrenverbandes.

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