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Südliches Teilstück in neuem Glanz: Umgestaltung des Michaelsbergs schreitet weiter voran

Südliches Teilstück in neuem Glanz : Umgestaltung des Michaelsbergs schreitet weiter voran

Die Umgestaltung eines weiteren Teilstücks am Siegburger Michaelsberg ist abgeschlossen. Auch der südliche Bereich erstrahlt nun in neuem Glanz.

Der südliche Michaelsberg präsentiert sich in neuem Gewand: Am 15. Januar haben die Arbeiten begonnen, nun ist die Umgestaltung des Teilstücks abgeschlossen. Hintergrund ist das 2013 von Bürgern, Politikern, Stadt und Fachleuten entwickelte „Integrierte Entwicklungskonzept Michaelsberg“.

Erneuert wurde der Radweg vom Mühlentorparkplatz Richtung Osten bis zum bereits 2019 abgeschlossenen Bauabschnitt sowie der Rad- und Fußweg an der Ilse-Hollweg-Brücke, die über den Mühlengraben führt. Wie schon am östlichen Teil wurde der Weg mit Steinen gepflastert, die farblich der wassergebundenen Wegedecke des Rad- und Fußwegs am Rande des Mühlentorparkplatzes entsprechen und überall rund um Siegburgs Wahrzeichen verlegt werden.

Fertigstellung des Rundweges im nächsten Jahr

Bis zum nächsten Jahr soll dann der insgesamt 1,2 Kilometer lange Rundweg komplett fertiggestellt sein. Die Ränder zu der kleinen Brücke sind mit Grauwacke eingefasst, das Gestrüpp, das dort an den Ufern des Mühlengrabens wucherte, wurde entfernt und durch eine robuste Rasen- und Wildkräutermischung ersetzt. Wegbegleitend sind dort auch Stauden gepflanzt worden.

So sehr sich der verantwortliche Landschaftsarchitekt Clemens Esser bei einem Pressetermin über die Freigabe des bis dahin gesperrten neuen Teilabschnitts freute, so sehr ärgerte er sich über den Vandalismus einiger Unbelehrbarer.

Denn nach nur einer Woche befindet sich bereits ein Graffiti in schwarzer Farbe auf den Pflastersteinen. Noch mehr regte er sich über einige Hundebesitzer auf, die ihre Hunde sowohl zwischen den frischen Pflanzen als auch auf dem neuen Weg ihr Geschäft verrichten ließen. „Das ist für mich ein Maximum an Respektlosigkeit“, echauffierte sich Esser. Schließlich sei der Michaelsberg Landschaftsschutzgebiet.

Vorgenommene Rodungen geben Blick aufs Johannistürmchen frei

Dass es Siegburger gibt, die „ihren“ Michaelsberg schätzen und ehren, zeigte die Begegnung mit Radina Krautscheid während des Termins. Sie berichtete, dass sie am Vortag die beiden Straßenschilder der Ilse-Hollweg-Brücke geputzt habe. „Jeder redet vom Miteinander in der heutigen Zeit, ich mach das einfach so“, gab sie zur Begründung an.

Esser zeigte auch den aktuellen Stand der Arbeiten am Hang unterhalb des Johannistürmchens, das jetzt durch Rodungen wieder sichtbar ist. Richtung Osten, oberhalb des Finanzamtes, steht die Restaurierung der alten Stadtmauer im Hang an, rechts davon wird ebenfalls eine Rasen- und Wildkräutermischung gesät, außerdem sollen dort Obstbäume gepflanzt werden. Links der Mauer erblühen demnächst Wildrosen.

Ein Stück weiter ist schon die geplante „Sportwelle“ in Arbeit. Dort wird es laut Esser „ganz besondere und nicht die üblichen Geräte“ geben. Wieder ein Stück weiter östlich entsteht eine Gymnastikwiese. Auch die ersten Arbeiten zur Erneuerung des ehemaligen Terrassengartens werden gerade vorbereitet. Den hatte ursprünglich der Leiter der ehemaligen Irrenanstalt, Maximilian Jacobi, im 19. Jahrhundert an gleicher Stelle angelegt.

Bis das gesamte Konzept umgesetzt ist, gibt es noch viel zu tun. Man sei aber voll im Plan, sagte Esser und ergänzte: „Es ist für Siegburg von unschätzbarem Wert, dass man die Möglichkeit hat, in einem urbanen Umfeld eine solche Parkanlage gestalten zu können.“