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Kommentar zur Stadtbahnlinie und Rheinquerung: So geht Planung

Kommentar zur Stadtbahnlinie und Rheinquerung : So geht Planung

Es wird immer noch einige Jahre dauern, bis die erste Bahn auf der neuen Trasse die Menschen zu ihren Zielen transportiert. Aber solche Verkehrsprojekte müssen eben irgendwann mal angepackt werden, meint Dylan Cem Akalin.

In den Zeitdimensionen der deutschen Planungspolitik ist das gerade mal ein Wimpernschlag. Vor genau fünf Jahren hat der Verkehrsclub VCD eine rechtsrheinische Rheinuferbahn ins Gespräch gebracht – beziehungsweise eine Idee aus dem Verkehrsentwicklungsplan in die politische Diskussion gehoben. Und der Rhein-Sieg-Kreis hat als treibende Kraft ein Projekt forciert, von dem vor fünf Jahren viele noch sagten, das sei reine Zukunftsmusik.

Ja, es wird immer noch einige Jahre dauern, bis die erste Bahn auf der neuen Trasse die Menschen zu ihren Zielen transportiert. Aber solche Verkehrsprojekte müssen eben irgendwann mal angepackt werden, damit sie Realität werden.

Wie ernst es dem Kreis in dieser Sache ist, wird klar, wenn man sich anschaut, für wie viele Eventualitäten er sich rüstet. Er muss einen neuen Gleisanschluss für Evonik in Lülsdorf schaffen, er plant mehrere Varianten für die Rheinquerung, damit auch wirklich nichts schiefgehen kann. So geht Verkehrsplanung.

Angesichts der vielen Baustellen, die in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Köln anstehen mit Erneuerung des Tausendfüßlers und den Brückensanierungen in Bonn sowie den Schienenprojekten in Köln, ist dieser rechtsrheinische Schienenausbau wahrscheinlich das wichtigste Vorhaben. Es wird helfen, die vielen Ein- und Auspendler zu ihren Arbeitsstätten zu bringen und die Region für die Menschen besser erschließbar zu machen. Das wird sich insbesondere für die Siedlungsschwerpunkte auf der Rheinschiene bemerkbar machen, aber auch für die Mittelzentren wie Troisdorf und Niederkassel. Die Region wächst zusammen.