Siegburger Martinszug: Lars Nottelmann verletzt sich beim Aufsteigen aufs Pferd

Vize-Bürgermeister verletzt : Siegburger Sankt Martin beim Aufsitzen gestürzt

Vize-Bürgermeister Lars Nottelmann sollte in Siegburg den Sankt Martin verkörpern. Er verletzte sich jedoch beim Aufsteigen aufs Pferd. Spontan sprang eine Reiterin aus einem Lohmarer Reitstall ein.

Eine erfahrene Reiterin ist am Dienstagabend kurzfristig in der Siegburger Innenstadt in die Rolle des Sankt Martin geschlüpft. Eigentlich wollte Vize-Bürgermeister Lars Nottelmann erstmals den warmen Mantel des Heiligen anlegen. Kurz vor dem Zug war er allerdings beim Aufsitzen unglücklich abgerutscht und hatte sich dabei so stark verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Judith Schiller vom Lohmarer Reitstall Gammersbacher Mühle übernahm und ritt, eskortiert von von vier Knappen, Hunderten von Schülern voran.

Im vergangenen Jahr hatte Bürgermeister Franz Huhn nach Jahren angekündigt, nicht mehr als Sankt Martin durch die Siegburger Innenstadt reiten zu wollen. Nottelmann sollte dieses Mal übernehmen. Noch am Nachmittag hatte er gesagt, er habe Respekt vor der neuen Aufgabe.

Der Martinszug startete mit etwas Verspätung, angeführt von einer Musikkapelle, Sankt Martin und seinen Knappen. Hunderte Mädchen und Jungen leuchteten Reiterin Judith Schiller im Heiligenkostüm mit fantasievollen und farbenfrohen Laternen den Weg durch die Siegburger Innenstadt. Schafe grasten in den Gassen, Eulen flogen hinterher und kunterbunte Buchstaben brachten Farbe in die dunklen Straßen. Zurück am Marktplatz hielten sie ihre Kunstwerke in die Höhe und bestaunten das lodernde Martinsfeuer.

Franz Huhn brach mit seinem Vorsatz und gab dann doch noch einmal ein wenig den Sankt Martin. Angesichts des Feuers sprach er zu den Kindern und erinnerte daran, dass die alte Geschichte der Barmherzigkeit an Aktualität nichts eingebüßt hat.

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