Kommentar zum Stadtfest: Siegburg kann mehr

Kommentar zum Stadtfest : Siegburg kann mehr

Schön ist anders - Siegburg kann mehr. Das Stadtfest war eine überwiegend seelenlose Rummelveranstaltung. Es ist an der Zeit, das Konzept zu überdenken, Zeit für einen Neubeginn.

Wenn jetzt eine Qualitätsdebatte über das Siegburger Stadtfest in die Gänge kommt, dann ist das nur zu begrüßen. Wer am Wochenende eine Runde über die „größte Party der Region“ – so die Eigenwerbung – drehte, der vermisste vor allem eines: Seele. Es war eine überwiegend seelenlose Rummelveranstaltung, mit viel Masse und wenig Klasse. Das merken viele Siegburger, und sie wenden sich resigniert ab. Schon vor dem Aufbau hörte man Sätze wie „Ergreifen Sie am Wochenende auch die Flucht?“ oder „Da geht kein Siegburger hin“. Und das kam aus dem Munde von Bürgern, die ihre Stadt lieben und sich für sie engagieren.

Gewiss, es gibt wirtschaftliche Zwänge. Für den Veranstalter und die Mitwirkenden muss es sich rechnen. Doch das allein kann nicht das Ausschlaggebende sein. Das Stadtfest ist eine der Top-Veranstaltungen im Siegburger Jahreskalender. Es ist Treffpunkt für seine Bürger, aber auch Visitenkarte nach außen hin.

Wer von außerhalb kommt, findet sich schnell zwischen Fressbuden und Basar-Ständen mit Koffern, Handtaschen und Klamotten wieder. Schön ist anders, Siegburg kann mehr.

Es ist gut, wenn sich der Verkehrsverein der Kritik stellt und sich offen für Anregungen zeigt. All das muss aber in einen geordneten Prozess überführt werden. Am besten in Form eines Runden Tisches unter Moderation der Stadt. Da kommen dann alle zusammen: die Macher, die Vereine, die Händler, die Firmen, die Gastronomen und die kreativen Köpfe. Und dann packen sie ihn an: den Neubeginn zum Stadtfest 2019.

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