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Erster "Handmade-Market" in Siegburg: Selbstgemachte Kunst soll junge Leute in Siegburg anziehen

Erster "Handmade-Market" in Siegburg : Selbstgemachte Kunst soll junge Leute in Siegburg anziehen

In Siegburg soll sich ein neues Angebot etablieren: Alisa Parisi, Besitzerin des Cafés "Muca", ruft im März den Siegburger „Handmade Market“ ins Leben.

Selbstgemachte und außergewöhnliche Kunst liegt im Trend, vor allem bei jungen Leuten. Das erfährt Alisa Parisi, Besitzerin des Cafés „Muca“ im Gebäude des Siegburger Stadtmuseums, von ihren Gästen, Freunden und in sozialen Netzwerken immer wieder. Diesen Trend greift die 28-Jährige nun auf und möchte in der Kreisstadt einen neuen, regelmäßigen Markt etablieren: Den Siegburger „Handmade Market“. Im März ist es schon so weit, Künstler aus der Region und aus Köln bieten im Stadtmuseum an zwei Tagen ihre Einzelstücke an.

„In Bonn und Köln gibt es solche Märkte schon und sie ziehen zahlreiche junge Leute an. So etwas fehlt Siegburg noch“, sagt die Café-Besitzerin. „Die Stadt macht sich und ich möchte einen Beitrag dazu leisten.“ Im November begann Parisi mit der Planung: Über das soziale Netzwerk Instagram suchte sie Künstler aus der Region und sprach sie an, ob sie nicht beim Markt ausstellen wollten. „Die Resonanz war unglaublich. Ich habe viel positive Rückmeldung bekommen und der Markt hat sich unter den Künstlern rumgesprochen“, sagt Parisi. 35 Aussteller haben schon zugesagt, einige können noch dazu kommen.

Das Angebot ist vielfältig, von Babykleidung, über Schmuck bis hin zu gemalter Kunst. Die Gruppe „Bulabula“ aus Köln macht beispielsweise Pflanzenplaneten. Das sind Moosbedeckte Kugeln, aus denen Pflanzen wachsen, die man an die Zimmerdecke hängen kann. „Seidenband“ aus Hennef verkauft Tischläufer und Bänder, die mit organischen Stoffen gefärbt sind.

Neben den Ständen gibt es beim Markt auch ein Unterhaltungsprogramm, das die Interessen von jungen Leuten abdecken soll. So macht die Sportlerin „Yogalidu“ aus Siegburg mit den Gästen einen Yoga-Workshop im Stadtmuseum. Die Künstlerin „hereinherein“ aus Düren zeigt an ihrem Stand, wie man Kunstwerke mit Wasserfarben herstellen kann.

„Der Markt soll zum Verweilen einladen und ein Treffpunkt werden“, sagt Parisi. Sie wünscht sich, dass sich ihr Projekt in der Kreisstadt etabliert und von Mal zu Mal immer vielfältiger wird. Zwei Mal im Jahr soll der „Handmade Market“ zukünftig stattfinden.