Schülerwettbewerb im Rhein-Sieg-Kreis: Schüler programmieren im Deutschen Museum

Schülerwettbewerb im Rhein-Sieg-Kreis : Schüler programmieren im Deutschen Museum

Generalprobe für den ersten lokalen Roboterwettbewerb: Schüler aus dem Rhein-Sieg-Kreis üben im Deutschen Museum in Bonn das Programmieren. Ihre Lego-Roboter treten dann am 3. Dezember in Königswinter gegeneinander an.

Rote Wangen, konzentrierte Blicke und den ein oder anderen Schweißausbruch hatten Kinder und Jugendliche aus dem Rhein-Sieg-Kreis am Sonntag im Deutschen Museum Bonn. Dort fand die Generalprobe zum ersten lokalen zdi-Roboterwettbewerb des Rhein-Sieg-Kreises statt. „zdi“, das steht für „Zukunft durch Innovation“, und der zdi-Roboterwettbewerb ist einer der größten landesweiten Lego-Roboterwettbewerbe in Europa. Gedacht ist er für Schüler der fünften bis zehnten Klasse. Aus maximal zehn Personen kann ein Team bestehen, in den meisten Mannschaften waren es drei bis fünf.

Bei der Generalprobe am Sonntag hatten die Tüftler Gelegenheit, ihre Roboter unter Wettbewerbsbedingungen gegen andere Mannschaften zu testen. Dabei stellte sich schnell heraus: Auch andere Teams haben sich intensiv mit den Problemen der gestellten Aufgaben beschäftigt. Ernst wird es dann am Montag, 3. Dezember, wenn der eigentliche zdi-Roboterwettbewerb in der CJD Christophorusschule in Königswinter stattfindet. Bei diesem können sich zwei Teams für den Regionalwettbewerb qualifizieren.

Eines war bei der Generalprobe laut Mitorganisator Winfried Schmitz, Lehrer an der Christophorusschule, ganz wichtig: Fairplay. „Es ist natürlich erlaubt, sich bei anderen Teams Ideen zu holen oder sich inspirieren zu lassen“, sagte er. Besonders gut eigne sich die Generalprobe dafür, dass die Schüler sehen würden, wo sie noch üben oder nachrüsten müssten.

Probleme der digitalen Welt

Zwei Arenen mit jeweils zehn Aufgaben waren dafür im Deutschen Museum aufgebaut. In drei Durchgängen sollten die Schüler diese Aufgaben lösen – allerdings mussten sie das in zweieinhalb Minuten schaffen. Auf die Schüler warteten Probleme der digitalen Welt, etwa Hackerangriffe oder das Bewältigen autonomen Fahrens. „Die Schüler haben ihre Roboter schon vorher programmiert und hoffen beim Start, dass dann alles klappt“, so Bettina Wallor vom zdi-Netzwerk, das die Generalprobe koordiniert hat. „Zwischen den einzelnen Durchgängen können sie dann noch umprogrammieren und anpassen, falls eine Aufgabe nicht gelungen ist.“ Verbunden sind über Roboter Programmierbefehle. Deswegen sei es eine große Herausforderung, die richtigen Lego-Steine zu wählen, damit die Roboter den Parcours auch fehlerfrei abfahren. Wenn das mal nicht gelang, war die Enttäuschung in den Gesichtern der Technikbegeisterten zu sehen.

Manche Teams haben die Aufgaben aber sogar vor Ablauf der Zeit geschafft: Das Team „Big Five“ des Albert-Einstein-Gymnasiums aus Sankt Augustin etwa, das gleich mit drei Teams in Bonn aufschlug. Es hatte noch 24 Sekunden übrig, als sein Roboter die letzte Aufgabe erfolgreich meisterte. Lebendig, laut und voll war es im Deutschen Museum. Besonders freute das Museumsleiterin Andrea Niehaus: „Das Haus soll leben, deswegen ist es toll, dass die Generalprobe hier stattfindet“, sagte sie.