Richtfest für das gemeinsame Haus

Richtfest für das gemeinsame Haus

Die Pläne gibt es schon seit Jahren, inzwischen ist das neue Feuerwehrhaus für die Freiwilligen Wehren aus den Siegburger Stadtteilen Kaldauen und Stallberg in die Höhe gewachsen. Im Juli soll Eröffnung sein.

Feuerwehr in Siegburg

Ziemlich genau fünf Monate sind seit dem Spatenstich im Oktober vergangen. Jetzt steht das gemeinsame Feuerwehrhaus für die Freiwilligen Feuerwehren der Siegburger Stadtteile Kaldauen und Stallberg im Rohbau da. Die Sonne bricht durch die Wolken, als die beiden Löschgruppenführer, Volker Lürken aus Stallberg und Martin Euler aus Kaldauen, den Richtkranz Richtung Dach hieven – selbstverständlich mit der Drehleiter.

Norbert Heinz, einer der Zimmerleute der Dachkonstruktion, wünscht nach alter Tradition „Gut Schlauch” und wirft ein Bierglas auf den Boden. Denn: Scherben bringen auch in diesem Fall Glück. Das neue Feuerwehrhaus auf dem ehemaligen Kirmesgelände an der Hauptstraße in Siegburg-Kaldauen bietet Platz für vier Fahrzeuge, hat eine eigene Werkstatt, einen großen Schulungsraum, eine Umkleide für die Freiwilligen und Büroräume für die Löschzugleitung.

„Das bisherige Feuerwehrgerätehaus in Kaldauen mit gerade einmal zwei Stellplätzen war viel zu klein, und die Stallberger hatten gar nichts, da bietet es sich an, dass man etwas gemeinsam macht”, sagt Thomas Glatz, Leiter der Feuerwehr in Siegburg, sichtlich froh. Konkurrenz fürchten die beiden Löschgruppen nicht. „Ganz im Gegenteil, wir sind froh, dass wir jetzt so gut ausgerüstet sind bei der Vielzahl von Aufgaben, und wir hoffen, dass wir so auch noch neue Kräfte für die Freiwillige Feuerwehr gewinnen können“, sagt der Kaldauer Löschgruppenführer Euler.

Stadt investiert in Feuerwehr

Auch die von der Stadt Siegburg mit rund 400 000 Euro finanzierten neuen Löschfahrzeuge sind gut sichtbar vor dem entstehenden Haus geparkt. Demnächst werden noch ein Mannschaftswagen und ein Tanklöschfahrzeug neu angeschafft. „Die Sicherheit unserer Bürger ist uns wichtig“, sagt Bürgermeister Franz Huhn bei der Eröffnung. 3,5 Millionen Euro hat die Stadt in das Gebäude investiert. Huhn erinnert an den verheerenden Brand auf dem Brückberg im August, bei dem die Wehrleute zeitweise zwischen zwei Feuerwänden standen. „Neben der Berufsfeuerwehr haben wir 115 freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer. Wenn wir 150 bis 160 hätten, wäre es noch besser”, sagt er und appelliert an Arbeitgeber, die Freiwilligen „bitte gehen zu lassen, wenn sie gebraucht werden”.

Im neuen Feuerwehrhaus wird künftig auch eine Gruppe der Jugendfeuerwehr ausgebildet. Von Stallberg und Kaldauen aus ist dieser Standort leicht erreichbar. „Wir wollen die Feuerwehr in die Stadtteile bringen, damit sich noch mehr Menschen für diesen ehrenamtlichen Dienst begeistern“, erklärt Glatz. Im März bekommt das Feuerwehrhaus seine Fenster und anschließend einen weißen Anstrich. Für den 5. Juli ist dann die Eröffnung vorgesehen.