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Kabel beschädigt: Panne bei Arbeiten führt zu Chaos auf der Siegtalstrecke

Kabel beschädigt : Panne bei Arbeiten führt zu Chaos auf der Siegtalstrecke

Aufgrund von Bauarbeiten auf der Siegtalstrecke gilt ein Ersatzfahrplan. Doch Bauarbeiter haben am Montag ein Kabel beschädigt und so ein Chaos auf der Strecke verursacht, dessen Ende nicht absehbar ist.

Starke Nerven benötigen aktuell Bahnpendler auf der Siegstrecke. Zum Start in die zweite Bauphase am Montag verspäteten sich zahlreiche Züge der Linien RE 19, S 12 und S 19 oder fielen ganz aus. Grund war eine Signalstörung zwischen Windeck-Schladern und Au.

Wie berichtet, erneuert die Deutsche Bahn bis zum 20. August zwischen Hennef und Wissen Gleise und Weichen. Das Unternehmen richtete einen Ersatzfahrplan ein, auf dem es die abweichenden Fahrtzeiten bekanntgab. Einhalten konnte die Bahn den Fahrplan allerdings nicht.

Der Grund: „Gegen 9.30 Uhr haben Bauarbeiter ein Kabel beschädigt“, erklärte Bahn-Sprecher Dirk Pohlmann auf Anfrage des General-Anzeigers. Dadurch hätten die Signale nicht gestellt werden können. „Der Zugverkehr kann dann nur sehr umständlich durchgeführt werden“, so Pohlmann weiter. Ab wann der Ersatzverkehr wieder planungsmäßig fahren kann, konnte das Unternehmen am Nachmittag noch nicht abschätzen.

"Vollkommen chaotisch"

„Vollkommen chaotisch“ – so beschrieb Michael Welteroth den ersten Tag der am Montag begonnen Bauphase. Der 52-Jährige pendelt täglich mit dem Zug zwischen Eitorf und seiner Arbeitsstelle Köln. Was ihn besonders ärgerte: Auf der Internetseite der Bahn waren sogenannte Verstärkerzüge angekündigt, die im Ersatzfahrplan aber nicht auftauchten. „Die Informationspolitik ist katastrophal“, so Welteroth. Pohlmann räumte den Fehler ein: „Fälschlicherweise sind die Angaben nicht in der Fahrplanauskunft gelöscht worden.“ Bis das nachgeholt werden kann, werde es noch einige Tage dauern. Bereits am Freitag waren Bahnkunden an den Bahnhöfen im Siegtal zunächst gestrandet, nachdem eine Stellwerksstörung in Hennef den Zugverkehr für mehrere Stunden lahmlegte.

Wie geplant laufe hingegen während der Gleisarbeiten der Verkehr in Hennef. Noch bis zum 4. August ist dort der Bahnübergang „Bröltalstraße“ voll gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet. „Verkehrsengpässe lassen sich nicht vermeiden. Dennoch läuft alles wie geplant“, sagte Mira Steffan, Sprecherin der Stadt. Ab dem 4. August wird dann der Bahnübergang „Frankfurter Straße“ voll gesperrt. Auch dort ist eine Umleitung ausgeschildert.