Gemeinsames Haus für Löschgruppen Stallberg und Kaldauen: Neues Domizil für die Feuerwehr

Gemeinsames Haus für Löschgruppen Stallberg und Kaldauen : Neues Domizil für die Feuerwehr

Im Siegburger Stadtteil Kaldauen wird ein neues Feuerwehr-Gerätehaus als Ersatz für das bisherige errichtet. Entstehen soll es auf einer 3600 Quadratmeter großen Fläche auf dem ehemaligen Kirmesplatz an der Hauptstraße, gleich am Ortseingang.

Genutzt wird das bisher als öffentliche Grünfläche ausgewiesene Gelände zurzeit als Parkplatz und Standfläche für Wertstoff- und Altkleidercontainer. Am Mittwochabend fasste der Planungsausschuss den Beschluss zur Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren, da alle Voraussetzungen nach dem Baugesetzbuch (BauGB) erfüllt sind.

Das bedeutet gleichzeitig eine Reduzierung von Planungsaufwand und -kosten. Das für die Löschgruppen 4 (Stallberg) und 5 (Kaldauen) mit derzeit 45 Aktiven und 15 Jugendfeuerwehrmitgliedern geplante Funktionsgebäude der Freiwilligen Feuerwehr dient der öffentlichen Daseinsfürsorge. Untergebracht werden darin die Fahrzeuge sowie die notwendigen Sozialräume für die Gefahrenabwehr, den Brand- und Katastrophenschutz.

Konkreter Anlass für die Planung war der vom Rat der Stadt im Juni 2012 verabschiedete Brandschutzbedarfsplan. Die Erhebungen dazu hätten Potenziale, aber auch die Probleme der Freiwilligen Feuerwehr in Siegburg aufgezeigt, heißt es in der Begründung zum Bebauungsplan, in der weiter ausgeführt wird: "Die bekannten Probleme des schwindenden Interesses an einer ehrenamtlichen Tätigkeit werden in Bezug auf die Freiwillige Feuerwehr in Siegburg durch historisch gewachsene Strukturen weiter verstärkt. Die Tatsache, dass vier von fünf Löschgruppen ihren Standort auf der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache haben, wird mit als Ursache für die erkennbaren Probleme gesehen."

Daher sieht der Brandschutzbedarfsplan als wesentliche Maßnahme zur Stärkung der Freiwilligkeit den Bau zweier Gerätehäuser auf dem Brückberg und im Bereich Stallberg/Kaldauen vor. Für beide Vorhaben zusammen sind insgesamt 2,6 Millionen Euro im städtischen Haushalt 2016 bis 2018 eingeplant.

Konkrete Pläne für den Standort Brückberg gebe es noch nicht, so Bernd Lehmann, Amtsleiter Haupt- und Personalamt. Einsatztechnisch wichtiger sei Kaldauen, deshalb werde das vorrangig behandelt. Was mit dem alten Feuerwehrhaus in Kaldauen passiert, steht nach seiner Aussage ebenfalls noch nicht fest.

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