Kind in Siegburg überfahren: Neue Details zu schwer verletzter Achtjähriger

Kind in Siegburg überfahren : Neue Details zu schwer verletzter Achtjähriger

Im Fall der in Siegburg schwer verletzt aufgefundenen Achtjährigen hat die Polizei neue Details mitgeteilt. Damit erhoffen sich die Beamten weitere Zeugen. Gesucht wird insbesondere ein Handwerker.

Die Polizei sucht noch immer nach Zeugen, die im Fall der schwer verletzt auf einem Gehweg in Siegburg-Kaldauen vorgefundenen Achtjährigen wichtige Hinweise geben können. Wie berichtet, wurde das Mädchen Ende Juni mit schweren inneren Verletzungen und Knochenbrüchen entdeckt. Die Polizei ist sich sicher, dass die Achtjährige in einen Unfall mit einem Auto verwickelt war. Auch Zeugenaussagen deuten darauf hin. Jetzt veröffentlichte die Polizei neue Details ihrer Ermittlungen und hofft, dass weitere mögliche Zeugen sich bei den Ermittlern melden.

Wie ein rechtsmedizinisches Gutachten mittlerweile festgestellt hat, lief das Kind vermutlich seitlich gegen ein fahrendes Auto, stürzte und wurde dann vom Auto offenbar überrollt. Das Auto hielt danach aber wohl nicht an. Vor dem Unfall wurde die Achtjährige zuletzt zusammen mit einer Freundin an einem nahegelegenen Supermarkt gesehen. Die Polizei hat mittlerweile verschiedene Videos gesichtet und kann ihren Weg vom Supermarkt bis fast an den Unfallort nachvollziehen. "Was aber genau im Bereich des Gehweges am Buchenweg/Akazienweg/Hauptstraße geschehen ist, ist immer noch unklar", so die Polizei in ihrer Mitteilung.

Das Kind wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, dort wurde dann auch die Polizei benachrichtigt. Diese führte in der Folge in der direkten Nachbarschaft Befragungen durch und verteilte auch Handzettel, um mögliche Zeugen zu finden. Jetzt weiten die Beamten ihre Befragungen auch in den oberen Teil des Buchenweges und die umliegenden Straßen aus. "Wir gehen davon aus, dass das beteiligte Auto den Buchenweg in Richtung Wald hochgefahren war", teilte die Polizei am Freitag mit.

Insbesondere suchen die Ermittler nun nach einem Ersthelfer, der wichtige Angaben zum Unfall machen könnte, sich bislang aber noch nicht bei der Polizei gemeldet hat. Es soll sich dabei wohl um einen Handwerker handeln, der mit einem hellen Kombifahrzeug mit blauer Firmenaufschrift auf der Seite unterwegs war. Auf dem Dach des Autos war eine Leiter befestigt. Der 30 bis 40 Jahre alte Mann hatte dunkle Haare und trug Arbeitskleidung der Marke Engelbert Strauss. "Möglicherweise stammt der Ersthelfer nicht aus der hiesigen Region und ist daher dem Zeugenaufruf bislang nicht gefolgt", so die Ermittler.

Die Polizei bittet darum, dass sich der Gesuchte dringend unter 02241/5413121 melden soll. Das gilt auch für mögliche weitere Zeugen, insbesondere Anwohner, die am 27. Juni einen Handwerker im Haus hatten.

Die Achtjährige befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung und konnte von der Polizei befragt werden. Genaue Hinweise zum Unfallhergang haben sich daraus aber nicht ergeben.

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