Leben als Mutter und Single: Lisa Feller in Siegburg über amüsante Irrwege bei der Partnerwahl

Leben als Mutter und Single : Lisa Feller in Siegburg über amüsante Irrwege bei der Partnerwahl

Aus ihrem Leben als Single und Mutter plaudert Lisa Feller im Siegburger Stadtmuseum. „Der Nächste, bitte“ heißt ihr neues Soloprogramm, in dem sie die Suche nach einem passenden Partner schildert.

Allerdings gestaltet sich das Unterfangen als nicht einfach. „Partnerwahl ist wie Schuhe kaufen, man nimmt auch nicht gleich das erste Paar“, erklärt sie. Dann spult die 41-Jährige ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit diversen Männern ab, läuft dabei die Bühne wild gestikulierend auf und ab. „Mit 15 sagt man: Der ist ja süß. Heute: Hauptsache, der hat ein Gesicht!“

Wo kann man Männer kennenlernen? Ganz klar, im Fitnessstudio. Also hat sie sich zu einem Schnupperkursus angemeldet. „Der fängt schon in der Umkleidekabine an.“ Feller ist bedient. Ein selbstverliebter Beau, der im Drogeriemarkt einen ganzen Einkaufswagen voller Schönheitsprodukte einkauft, als wolle er „einen Adventskranz fürs Frauenhaus bestücken“, bekommt den Laufpass.

„Ich hab‘ ihm zum Abschied noch einen Spiegel geschenkt: Guck mal rein, ist dein Lieblingsbild von mir“, so Feller. Da heißt es ganz schnell „Der Nächste, bitte.“ Zum Beispiel Florian, Torben oder Christian, die allesamt irgendwie nicht passen. Ihre beste Freundin Britta, die nach einem abgebrochenen Studium („apropos abgebrochen“) ein Nagelstudio eröffnete, veranstaltet Mottopartys oder Spieleabende, um Lisa zu verkuppeln. Feller gibt die Britta mit rheinischem Dialekt so perfekt, dass man meint, eine andere Person stünde auf der Bühne.

Lisa checkt bei ihrer Suche mitunter auch die Produkte im Einkaufswagen von Männern im Supermarkt: „Keine Capri-Sonne, keine Bärchenwurst und kein Nutella – sieht gut aus.“ Die gebürtige Düsseldorferin widmet sich nicht nur verschiedenen Männertypen und ihren Macken, sondern hielt auch Frauen den Spiegel vor, etwa wegen ihres Zweifels an Aussehen oder Figur. Und sie nimmt sich selbst gnadenlos auf die Schippe, wenn sie unter anderem erzählt, wie sie das erste Date vergeigt hat. Ein absolut witziger Abend mit jeder Menge Wiedererkennungsmomenten beim begeisterten Publikum. Ohne Zugabe darf Feller die Bühne natürlich nicht verlassen.

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