Autobahn stundenlang voll gesperrt: Kölnerin stirbt bei Unfall auf der A3 bei Siegburg

Autobahn stundenlang voll gesperrt : Kölnerin stirbt bei Unfall auf der A3 bei Siegburg

Bei einem schweren Unfall auf der A3 kurz vor dem Rasthof Siegburg ist am Samstag eine Frau ums Leben gekommen. Die Autobahn in Richtung Köln war bis zum Abend voll gesperrt.

Tragischer Unfall auf der Autobahn 3 bei Siegburg: Am Samstagnachmittag ist in Höhe der Siegbrücke kurz vor dem Rasthof Siegburg ein Van auf einen Kleinwagen aufgefahren und hat diesen unter einen vorausfahrenden Lastwagen geschoben. Die 57 Jahre alte Fahrerin des Toyota Aygos kam dabei ums Leben.

In dem weißen VW Touran hatte ein 30 Jahre alter Fahrer mit einer Frau (30) und einem Zweijährigen gesessen. Nach ersten Ermittlungen hatte der Mann sich möglicherweise in seinem Wagen zu seinem Kind auf der Rückbank umgedreht und dabei den vorausfahrenden Kleinwagen der Kölnerin übersehen.

Kleinwagen wird von Lastwagen 150 Meter mitgeschleift

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Kleinwagen auf den vorausfahrenden Sattelzug geschoben, verkeilte sich im Heck des Aufliegers und wurde etwa 150 Meter mitgeschleift, bevor der Lkw auf dem Seitenstreifen zum Stehen kam.

Der 50 Jahre alte Lastwagenfahrer aus der Türkei erlitt bei dem Unfall einen Schock. Zudem mussten mehrere Personen eines Junggesellenabschiedes, die den Unfall mitbekommen und einen Schock erlitten hatten, von den Einsatzkräften versorgt werden. Der 30-jährige Touran-Fahrer und seine Beifahrerin wurden ebenfalls schwer, das Kleinkind auf der Rückbank leicht verletzt.

Laut Polizei hatte es zum Zeitpunkt des Unfalls um kurz nach 15 Uhr keinen Stau gegeben. Demnach waren alle beteiligten Fahrzeuge in Bewegung. Die Unfallstelle erstreckt sich insgesamt über eine Länge von rund 150 Metern.

Autobahn 3 war stundenlang voll gesperrt

Mehrere Feuerwehrkräfte, Sanitäter sowie ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Polizei hatte die Autobahn 3 in Richtung Köln zwischen dem Kreuz Bonn/Siegburg und Lohmar bis kurz vor 21 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich auf einer Länge von bis zu sieben Kilometern.

Während der Unfallaufnahme durch ein Expertenteam der Kölner Polizei hatte die Feuerwehr mit den Einsatzfahrzeugen einen Sichtschutz gegen Gaffer erreichtet. Zwischenzeitlich wurde eine Spur geöffnet, damit der gestaute Verkehr direkt hinter der Unfallstelle abfließen konnte. Autofahrer wurden während der Vollsperrung über die A560 und A59 umgeleitet. Polizisten stellten sowohl den Toyota, als auch den Touran sicher.

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